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EHEC-Bakterien auf Gemüse
Michael Blaut, Nuthetal Bakterien gibt es praktisch überall, auch auf Gemüse. Das ist nicht weiter schlimm, denn in ihrer Mehrzahl sind sie harmlos. Nur ein kleiner Prozentsatz von ihnen hat das Potenzial, Mensch oder Tier zu schädigen. Escherichia coli ist eigentlich ein normaler Darmbewohner. Die im Darm vorkommenden Escherichia coli-Stämme sind harmlos, solange sie nicht im Besitz bestimmter Pathogenitätsfaktoren sind1.
Der verantwortliche Erreger der derzeitigen EHEC-Epidemie besitzt Eigenschaften, die ihn besonders gefährlich machen. So reichen relativ geringe Zellzahlen (<100) aus, um eine Infektion auszulösen. Da er sich fest ans Darmepithel anheftet, ist er nur schwer zu verdrängen. Er produziert Toxine, die blutige Durchfälle auslösen (Shiga-Toxin und hämolytisches Toxin). Bei einem Teil der Infizierten tritt das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) auf, das zu Nierenversagen führen kann.
Besteht der Verdacht einer EHEC-Infektion, so sollte man unbedingt einen Arzt konsultieren, denn EHEC-Infektionen können schwere gesundheitliche Schäden zur Folge haben und in Einzelfällen sogar zum Tod führen. Die derzeit in Kliniken angewandten Behandlungsverfahren bieten die größten Chancen auf eine Gesundung. Eine Behandlung mit Antibiotika gehört nicht dazu, weil die meisten Antibiotika die Toxinbildung fördern.
Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 07/11 auf Seite 390.
1Vgl. Steinmüller, R.: Escherichia coli (Teil 1 + 2), Ernährungs Umschau 04/10, S. B. 13 ff. und EU 07/10, S. B 25 ff.)
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