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Deutsche Ernährungskultur - Trends und Veränderungen
Perspektiven einer modernen Kulturwissenschaft
Daniel Kofahl, Angelika Ploeger, Kassel Dass sich Menschen ernähren müssen, ist eine Allgemeingültigkeit. Die Art und Weise, wie sie sich ernähren, ist in hohem Maße unterschiedlich und sozialisationsabhängig. Durch diese Erkenntnis wird das natürliche Bedürfnis, den menschlichen Stoffwechsel zu erhalten, als kulturelles Phänomen für eine Vielzahl von Beobachtern thematisch interessant. Das moderne Forschungsgebiet der Ernährungskultur untersucht diesen Perspektivenpluralismus und unterzieht ihn einer wissenschaftlichen Reflexion.
Die Art, wie Menschen sich ernähren, ist in hohem Grad unterschiedlich und sozialisationsabhängig und damit kulturell geprägt. Das Forschungsgebiet der Ernährungskultur widmet sich diesem kulturellen Phänomen. Forschungsbereiche sind u. a. die gegenseitige Beeinflussung von Gesellschaft, Körper und Psyche, Konsumentscheidungen und ihre Einflussfaktoren, soziale Ungleichheit und ihre Auswirkung auf Essweisen sowie die moderne Ernährungskommunikation.
Durch die pluralisierten kulinarischen Lebensstile in den wohlhabenden Ländern und die Ausrichtung der individuellen Ernährung an einer Vielzahl von Kriterien von „wohlschmeckend“ über „gesund“, „ökologisch“ bis hin zu „billig“ werden kulturwissenschaftliche Analysen der Ernährungskultur dabei zunehmend komplex. Aufgabe der Ernährungskultur ist es, den komplexen und andauernden Ernährungswandel reflexiv zu begleiten.
Schlüsselwörter: Ernährungskultur, Ernährungswandel, Konsumkultur, Kulturwissenschaft
German Nutritional Culture: Trends and Changes Perspectives of a Modern Culture Science
Daniel Kofahl, Angelika Ploeger, Kassel
There are very marked differences in how people feed themselves, depending on socialization and culture. Research into nutritional culture is devoted to this cultural phenomenon. Areas of research include the mutual influences of society, body and mind, consumer decisions – with the factors that influence these –, social inequality and its consequences for eating habits, as well as modern nutritional communication. As there is a multiplicity of culinary lifestyles in the wealthy countries and individual nutrition is based on a multiplicity of criteria, ranging from “tasty“ to “healthy“, “ecological“ or even “cheap“, scientific cultural analyses become increasingly complex. It is the task of nutritional culture to accompany the complex and continuous changes in nutrition in a reflective manner.
Keywords: Food culture, nutritional changes, consumption, cultural science
Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 07/12 von Seite 386 bis 391.
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DOI: 10.4455/eu.2012.970
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