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Mangelernährung im Alter I

Teil 1: Definition, Verbreitung und Diagnose

Claudia Küpper, Brühl

Foto: Fotolia/L FotorfMangelernährung kann in jedem Lebensalter auftreten. Mehr als jeder vierte Patient in deutschen Krankenhäusern ist davon betroffen. Bei näherer Analyse stellt sich sie sich jedoch vorrangig als Problem (hoch)betagter und kranker, alter Menschen dar: Jenseits des 70. Lebensjahres findet sich eine Mangelernährung fünfmal häufiger als bei den unter 30-Jährigen; in geriatrischen Kliniken sind bis zu 60 % der Patienten mangelernährt. Teil 1 dieses Fortbildungsbeitrags informiert über Verbreitung und Diagnose bzw. Früherkennungsmöglichkeiten, Teil 2 im nächsten Heft über Ursachen, Folgen und Therapie der Mangelernährung im Alter.

Altern und Ernährungsrisiken

Altern ist ein normaler Vorgang, der genetisch und durch äußere Einflüsse bedingt bei jedem Einzelnen anders verläuft. Ein fortgeschrittenes Alter bedeutet nicht zwangsläufig, dass Nahrungsaufnahme und Ernährungsstatus beeinträchtigt sind. Der überwiegende Teil der älteren Menschen, die körperlich und geistig in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, hat in der Regel keine wesentlich anderen Ernährungsprobleme als Männer und Frauen im mittleren Alter.

Betagte und Hochbetagte sind jedoch aufgrund fortschreitender Alterungsprozesse und abnehmender physiologischer Reserven anfälliger für Ernährungsprobleme, v. a., wenn sie in ihren Fähigkeiten, das Alltagsleben zu bewältigen, eingeschränkt sind. Faktoren, die eine Mangelernährung begünstigen, können Appetitlosigkeit, akute und fortschreitende chronische Krankheiten, damit verbundene Immobilität, medikamentöse Behandlung und/oder nachlassende geistige Leistung sein.

Begriffe im Kontext von Mangelernährung Fehl-, Mangel- und Unterernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin sieht im Terminus Fehlernährung den übergeordneten Begriff und differenziert im klinischen Sinne zwischen Mangelernährung, Unterernährung sowie Eiweiß- und spezifischem Nährstoffmangel. Der Begriff Mangelernährung ist nicht verbindlich definiert. Mangelernährung bedeutet im geriatrischen Verständnis eine Situation mit defizitärer Energie- und/oder Nährstoffversorgung und sich daraus entwickelnden ungünstigen klinischen Folgen. Zeichen einer Mangelernährung sind ein rascher, ungewollter Gewichtsverlust, Schwäche, Appetitmangel und einseitiges Essen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier oder in Ernährungs Umschau 04/10 ab Seite 204.

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