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Special: Grüne Gentechnik und Welternährung

Matin Qaim, Göttingen

Soja und Mais: gentechnisch veränderte Sorten sind im Anbau, Foto: Fotolia
Soja und Mais: gentechnisch
veränderte Sorten sind im Anbau,
Foto: Fotolia
Die Grüne Gentechnik wird hierzulande kontrovers diskutiert. Während Befürworter sie teilweise als Wunderwaffe gegen das Welternährungsproblem darstellen, befürchten Kritiker als Ergebnis eher eine Verschärfung von Hunger und Armut. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Potenziale und Grenzen transgener Pflanzen und diskutiert die sozioökonomischen Effekte bisheriger Anwendungen in den Entwicklungsländern.

Um die wachsende Weltbevölkerung längerfristig ernähren zu können, muss die Agrarproduktion weiter stark gesteigert werden. Hierzu müssen auch neue Technologien wie die Gentechnik als Ergänzung zu konventionellen Methoden zum Einsatz kommen. Schon heute zeigen insektenresistente transgene Pflanzen signifikante Ertragsvorteile. Hunger ist aber nicht nur ein Produktions-, sondern auch ein Verteilungsproblem. Viele Menschen sind schlichtweg zu arm, um sich ausreichend zu ernähren. Auch hier bietet die Gentechnik Potenziale, da ein Großteil der Armutsbevölkerung von der Landwirtschaft abhängig ist. Für Bt-Baumwolle lassen sich in einigen Entwicklungsländern bereits armutsreduzierende Effekte beobachten.

Allerdings ist nicht jede transgene Technologie für den Kleinbauernsektor geeignet und auch das institutionelle Umfeld ist für die sozialen Auswirkungen entscheidend. Deswegen sollten technologische Ansätze immer als Teil einer breiteren Entwicklungsstrategie betrachtet werden. Eine Versachlichung der emotionalen Gentechnikdebatte wäre wünschenswert.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 05/09 ab Seite 294. Die Literatur zum Artikel finden Sie unter Service/Literaturverzeichnisse.

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