Ernährungsumschau

Erster BSE-Fall bei einer Ziege bestätigt

  • 01.02.2005
  • News
  • Redaktion

Die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat den ersten Fall einer natürlichen Infektion mit BSE bei einer Ziege in Frankreich bestätigt. Das Tier war bereits im Jahr 2002 in einem EU-weiten Untersuchungsprogramm mit positivem Ergebnis auf die BSE-ähnliche Krankheit "Scrapie" getestet und geschlachtet worden.

Aus weiteren Untersuchungen resultierte der Verdacht, dass es sich um eine BSE-Infektion handeln könne. Dieser Verdacht wurde nun durch das gemeinschaftliche Referenzlabor in England bestätigt. Tests an mehr als 12 000 Ziegen, die seit 2002 in Deutschland durchgeführt wurden, brachten keinen Hinweis auf eine BSE-Infektion. Das Friedrich-Loeffler-Institut und das Bundesinstitut für Risikobewertung weisen darauf hin, dass eine umfassende Bewertung des gesundheitlichen Risikos durch BSE bei Ziegen auf der Basis dieses bislang einzigen Falls nicht möglich ist. Beide Institute sehen derzeit keinen Anlass, vom Verzehr tierischer Produkte von kleinen Wiederkäuern abzuraten. Sie empfehlen aber, die Zahl der Tests auf BSE an kleinen Wiederkäuern zu erhöhen.

Für eine umfassende Bewertung des Risikos, das aus BSE-Infektionen kleiner Wiederkäuer für den Verbraucher resultieren könnte, ist die Klärung offener wissenschaftlicher Fragen, insbesondere zum Erregerverhalten in Ziegen, erforderlich. Für weitere Informationen zum BSE-Risiko von kleinen Wiederkäuern verweist das BfR auf eine Reihe von Stellungnahmen, die das Institut noch als Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, BgVV, veröffentlicht hat. Sie finden die Informationen auf der Homepage des BfR www.bfr.bund.de unter dem Menupunkt Lebensmittelsicherheit/Themenkomplex BSE/Neues zu BSE. (01.02.05)

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