Ernährungsumschau
Schweine im Stall. © Ingram Publishing / Thinkstock
Schweinehaltung: Im Seuchenfall ist der gesamte Tierbestand eines Betriebes zu töten. © Ingram Publishing / Thinkstock

BMEL: Aufklärungskampagne zur Afrikanischen Schweinepest gestartet

  • 01.08.2017
  • News
  • Redaktion

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) will die Bürger sensibilisieren, um eine weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Europa und ihre Einschleppung nach Deutschland zu verhindern. Dafür wird in elf Bundesländern eine Aufklärungskampagne mit Warnplakaten an Autobahnraststätten, Parkplätzen und Autohöfen gestartet.

In Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen informieren die Warnplakate über ASP und fordern Reisende auf, Speisereste nur in geschlossene Müllbehälter zu entsorgen. Die Plakate sind auffallend rot umrandet und in sechs Sprachen übersetzt.

Am 21. Juni 2017 ist die ASP erstmals bei Wildschweinen in der Tschechischen Republik festgestellt worden, seitdem beobachten die deutschen Behörden die Situation mit erhöhter Aufmerksamkeit. Nach wie vor treten ASP-Fälle bei Wild- und Hausschweinen in Polen, Litauen, Lettland und Estland sowie in Russland, Weißrussland und der Ukraine auf.

Für den Menschen ist die Virusinfektion, die über Tierkontakte oder über Fleisch und Wurst infizierter Tiere übertragen wird, ungefährlich. Für betroffene Hausbestände kann sie jedoch verheerende Folgen haben: Im Seuchenfall ist der gesamte Tierbestand eines Betriebes zu töten. Nach einer Infektion entwickeln die Tiere innerhalb von vier Tagen sehr schwere Allgemeinsymptome wie hohes Fieber, Hautverfärbungen und gastrointestinale Symptome. Besonders kritisch wäre auch eine Einschleppung der ASP in den Schwarzwildbestand, da hier die Möglichkeiten der Seuchenbekämpfung begrenzt sind.

Quelle: BMEL
Weitere Informationen zum aktuellen Tierseuchengeschehen und einen Steckbrief zur ASP hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) veröffentlicht.

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