Ernährungsumschau

Pflanzliche Stoffe – gesund und giftig zugleich?

  • 02.07.2007
  • News
  • Redaktion

Ein Großteil der Nahrung ist pflanzlichen Ursprungs. Die zunehmende Menge und Vielfalt pflanzlicher Anteile an der menschlichen Nahrung wird von ernährungswissenschaftlicher Seite befürwortet und liegt allgemein im Trend. So werden nicht nur Extrakte und Inhaltsstoffe traditioneller Nahrungspflanzen, sondern verstärkt auch solche von arzneitypischen und exotischen Pflanzen in Lebensmitteln verwendet.

Gewürz und Aromenzubereitungen tragen zur Exposition der Verbraucher mit pflanzlichen Komponenten bei, ebenso Pflanzliche Inhaltsstoffe, die über das Futter von landwirtschaftlichen Nutztieren aufgenommen werden und in Lebensmittel tierischer Herkunft übergehen können.

Pflanzenstoffe sind aber nicht nur von Nutzen. Da zu ihnen auch starke Giftstoffe zählen, gewinnt die Bewertung von Risiken pflanzlicher Inhaltsstoffe in Lebens- und Futtermitteln sowohl für den Verbraucherschutz wie auch für die Tiergesundheit an Bedeutung.

Die Herausforderung liegt hierbei zum einen in der Fülle der zu beurteilenden Stoffe und Pflanzenzubereitungen bei oft ungenügender Datenlage. Zum anderen muss beachtet werden, dass potenziell toxische Pflanzenstoffe meist nicht isoliert aufgenommen werden, so dass eine Vielzahl von Interaktionen zu berücksichtigen ist. Diese Problematik ist auch eine Herausforderung für die Risikokommunikation.

Wie kann das Risiko potenziell toxischer Pflanzenstoffe vermittelt werden, ohne damit zugleich Angst zu erzeugen? Eine angemessene Kommunikations- und Informationspolitik muss Verbraucher in die Lage versetzen, autonome, informierte Entscheidungen treffen zu können.

Zu diesem Thema findet das Viertes BfR-Forum Verbraucherschutz am 5. und 6. Juli 2007 in Berlin statt.

Ziel dieser Veranstaltung ist es beispielhafte gesundheitliche Bewertungen und Vorschläge zur Verminderung bzw. Vermeidung von Risiken durch pflanzliche Stoffe vorzustellen, sowie gemeinsam zukünftige Strategien zur Bewertung und Kommunikation zu diskutieren.

Weitere Informationen: www.bfr.bund.de (02.07.07)

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