Ernährungsumschau
© photographieundmehr/123rf.com
© photographieundmehr/123rf.com

Spitzwegerich: Arzneipflanze des Jahres 2014

  • 03.01.2014
  • News
  • Redaktion

Der „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg hat Spitzwegerich (Plantago lanceolata) zur Arzneipflanze des Jahres 2014 erklärt. Spitzwegerich ist an Wegrändern sowie auf trockenen Wiesen zu finden. Der Name leitet sich vermutlich von dem althochdeutschen Wort „rich" für König ab. Der „König des Weges" hat spitz zulaufende, lange und schmale Blätter, die eine Bodenrosette bilden. Je nach Standort kann er 5–60 cm hoch werden.

Bereits seit der Antike wird der Spitzwegerich als Heilpflanze verwendet. Die frischen Blätter werden zu Tee, Saft, Sirup oder Tinkturen verarbeitet. In der Volksmedizin gilt er als Mittel zur ersten Wundversorgung und bei Insektenstichen, wird aber auch bei Husten und Heiserkeit, sehr starken Menstruationsbeschwerden, Brandwunden und Tierbissen, Zahn- und Ohrenschmerzen eingesetzt.

Die enthaltenen Iridoidglykoside wie Aucubin wirken antibakteriell, Schleimstoffe besitzen reizmildernde Effekte, indem sie einen schützenden Film über der Schleimhaut von Mund und Rachen bilden und so den Hustenreiz mildern. Der hohe Anteil an Gerbstoffen wirkt zusammenziehend und blutstillend. Quelle: food-monitor (Informationsdienst für Ernährung) (03.01.14)

Das könnte Sie interessieren
© Eugene03 / iStock / Thinkstock
Erste Tagung der ERNÄHRUNGS UMSCHAU weiter
Blick auf Kiel: In diesem Jahr findet der DGE-Kongress an der Christian-Albrechts-Universität statt. © einbo / iStock / Thinkstock
Kritischer Blick auf die Ernährungs- und Lebensmittelforschung weiter
© Fuse / Thinkstock
Algen und Algenprodukte als neuartige Lebensmittel weiter
© Maya23K / iStock / Thinkstock
Kinder aus benachteiligten Familien häufiger übergewichtig weiter
© BigJoker / iStock / Thinkstock
Tafeln fördern Ernährungs- und Lebensmittelkompetenz weiter
© Hue/amanaimagesRF / Thinkstock
Frischobst und Zitrusfrüchte im Abwärtstrend weiter