Ernährungsumschau

Rotes Fleisch: Hoher Verzehr erhöht vermutlich das Sterberisiko

  • 04.05.2009
  • News
  • Redaktion

Wer reichlich rotes Fleisch und Fleischerzeugnisse beispielsweise von Rind, Schwein und Schaf verzehrt, hat offenbar ein höheres Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So lautet das Fazit einer US-amerikanischen Studie mit mehr als einer halben Million Teilnehmern.

Die Probanden im Alter von 50–71 Jahren machten in Fragebögen Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten. In den folgenden 10 Jahren kam es zu 71000 Todesfällen. Die Auswertung der Daten zeigte, dass bei Männern, die täglich 125 g rotes Fleisch aßen, im Vergleich zu denen, die rund 20 g täglich verzehrten, die Wahrscheinlichkeit für einen Tod infolge einer Krebserkrankung um 22 % (Frauen: 20 %) und infolge eines Herz-Kreislauf-Leidens um 27 % (Frauen: 50 %) stieg. Diese Zahlen beziehen sich auf einen durchschnittlichen Energiebedarf von 2000 Kcal/d.

Der hohe Verzehr von weißem Fleisch hingegen schien das Sterblichkeits- und Krebsrisiko leicht zu senken. 11 % der Todesfälle unter den Männern und 16 % unter den Frauen hätten durch den geringeren Verzehr von rotem Fleisch verhindert werden können, rechnen die Wissenschaftler vor. Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Resultate zu untermauern. Laut dem Weltkrebsforschungsfond sollten nicht mehr als 300 g rotes Fleisch wöchentlich auf dem Speiseplan stehen. Quelle: Archives of Internal Medicine, Bd. 169, Nr. 6, S. 562-571, 2009 (04.05.09)

Das könnte Sie interessieren
Alte Bücher. © VeranoVerde / iStock / Thinkstock
Geschichte der deutschen ernährungswissenschaftlichen Gesellschaften weiter
© karandaev / iStock / Thinkstock
Warum steigt der Vitamin-E-Spiegel mit dem Alter? weiter
Menschen klatschen. © shironosov / iStock / Thinkstock
Individuelle Lebensstilfaktoren beeinflussen Ernährung weiter
Krebskranke Frau im Krankenhaus. © KatarzynaBialasiewicz / iStock / Thinkstock
Gesunde Ernährung und Bewegung beugen vor weiter
© altrendo images / Stockbyte / Thinkstock
Entwicklung und Test eines Messinstruments zur „nutrition literacy" weiter
© mheim3011 / iStock / Thinkstock
Barmer GEK berichtet von deutlich mehr Betroffenen weiter