Ernährungsumschau

Junge Wissenschaftlerin mit Hans Adolf Krebs-Preis ausgezeichnet

  • 06.04.2009
  • News
  • Redaktion

Die Ernährungswissenschaftlerin Andrea HENZE (28) vom Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam ist die Preisträgerin des Hans Adolf Krebs-Preises 2009 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Sie erhält den Preis für ihre Publikation Evidence that kidney function but not type 2 diabetes mellitus determines retinol-binding protein 4 (RBP4) serum levels. Die Jury beeindruckte vor allem der wegweisende Forschungsansatz und die methodisch innovative Vorgehensweise der Arbeit.

Untersuchungen der letzten Jahre identifizierten das Fettgewebe als hoch aktives metabolisches und endokrines Organ, in dem zahlreiche bioaktive Peptide - so genannte Adipokine - gebildet werden. Hierzu zählt auch das Retinol-Bindungsprotein 4 (RBP4), das möglicherweise an der Entstehung von Insulinresistenz und Diabetes mellitus Typ 2 beteiligt ist. Verschiedene Studien zeigten bisher inkonsistente Ergebnisse für einen Zusammenhang zwischen erhöhtem RBP4, Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2. Da der RBP4-Stoffwechsel eng mit der Nierenfunktion verknüpft ist, war es Ziel dieser prämierten Studie, den eigentlichen determinierenden Faktor der RBP4-Konzentration - Diabetes mellitus Typ 2 oder Nierenfunktion - zu identifizieren.

Die DGE verleiht den mit 5000 EUR dotierten Hans Adolf Krebs-Preis für wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit innovativen Fragen auf den Gebieten der Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften auseinandersetzen. Der Mediziner, Biochemiker und Nobelpreisträger Sir Hans Adolf Krebs entdeckte den Citrat-Zyklus, auch als Krebs-Zyklus bekannt, und stellte damit die wichtigste biochemische Reaktionsfolge für den oxidativen Endabbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen dar.

Der Preis wird von der Stiftung zur Förderung der DGE getragen. Mit Andrea Henze zeichnete die DGE seit 1981 nunmehr zehn Wissenschaftler mit dem Hans Adolf Krebs-Preis aus. Weitere Informationen:
www.dge.de/modules.php Quelle: DGE (06.04.09) 

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