Ernährungsumschau
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BfR empfiehlt Senkung des Salzgehaltes von verarbeiteten Lebensmitteln als Maßnahme gegen Bluthochdruck

  • 07.03.2012
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Salz kann sowohl die Haltbarkeit als auch den Geschmack von Lebensmitteln verbessern und es ist an vielen elementaren Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper beteiligt. Ein hoher Salzkonsum aber kann den Blutdruck erhöhen und begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch eine geringere Salzaufnahme kann der Blutdruck bei vielen Personen gesenkt werden.

Vor dem Hintergrund, dass fast die Hälfte der deutschen Erwachsenen einen erhöhten Blutdruck hat, empfiehlt das BfR den Salzgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren. Nach einer gemeinsamen Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), des Max Rubner-Instituts (MRI) und des Robert Koch-Instituts (RKI) nimmt die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zu viel Salz auf. Ausschlaggebend sind v. a. Brot, Milchprodukte (z. B. Käse), Fleisch- und Wurstwaren: Diesen Lebensmitteln wird nicht nur Salz bei der Herstellung zugesetzt, sie werden außerdem in größeren Mengen verzehrt.

Da es einen Zusammenhang zwischen hohem Salzkonsum und Bluthochdruck gibt, empfehlen MRI, RKI und BfR die Salzaufnahme in der Bevölkerung zu verringern. Eine salzreduzierte Ernährung ist aber nicht einfach umzusetzen, da Salz in fast allen verarbeiteten Lebensmitteln vorkommt. Eine Empfehlung an die Verbraucher, verarbeitete Lebensmittel in geringerem Maße zu verzehren, ist schwer realisierbar, da sie in Deutschland einen festen Bestandteil der Ernährung ausmachen. Deshalb empfiehlt das BfR den Salzgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln zu verringern (die Verbraucherzentrale NRW berichtete Anfang Februar über zu hohe Salzgehalte in Fertiggerichten). Verbraucher sollten außerdem Salz generell nur mäßig verwenden. Eine Gewöhnung an den milderen Salzgeschmack kann durch eine schrittweise Reduktion erfolgen. Lesen Sie mehr über Salzkonsum im Beitrag „Nicht weniger, sondern mehr Salz?“ von Knorpp und Kroke (Ernährungs Umschau 9/2011). Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung, Pressemeldung vom 20.02.2012 (07.03.12)

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