Ernährungsumschau

Keine Chance für "Gammelgemüse"

  • 10.02.2006
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  • Redaktion

Wissenschaftler und Qualitätsexperten haben unter der Regie des Leibniz-Instituts für Agrartechnik in Potsdam-Bornim einen elektronischen Schadbildkatalog entwickelt. Die in Deutschland einzigartige Software erleichtert entscheidend die Arbeit der Qualitätskontrolleure und hilft, "Gammelgemüse" auf dem Ladentisch zu vermeiden.

Die jüngsten Skandale in der Fleischindustrie in Sachen "Gammelfleisch" und Umetikettierungen haben gezeigt, wie wichtig Qualitätskontrollen bei Lebensmitteln sind. Um die Qualitätsstandards bei Obst und Gemüse für den Endverbraucher zu sichern, hat der Gesetzgeber europaweit EU-Vermarktungsnormen und auf nationaler Ebene Handelsklassenverordnungen herausgegeben. Diese legen fest, ob ein Erzeugnis die Klasse Extra, I oder II besitzt, oder ob etwa wegen grober Qualitätsmängel ein Vermarktungsverbot gerechtfertigt ist. Qualitätskontrolleure für Obst und Gemüse überprüfen, in wie weit dieser Normen innerhalb der einzelnen Handelsstufen eingehalten werden.

Ein wichtiges Handwerkszeug für die Qualitätskontrolle, aber auch für den Groß- und Einzelhandel, steht jetzt mit dem neuen elektronischen Schadbildkatalog ELSKA zur Verfügung. Er wurde nach mehrjähriger Zusammenarbeit des Leibniz-Instituts für Agrartechnik mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und Qualitätskontrolleuren fertig gestellt.

ELSKA ist eine bedienerfreundliche, datenbankgestützte Software, die die für etwa 50 Obst- und Gemüsearten sowie Speisekartoffeln festgeschriebenen Normen in derzeit 2020 Bildern und Erläuterungstexten beschreibt, versehen mit zahlreichen Kommentaren. Mit Hilfe dieses elektronischen Kompendiums lassen sich auftretende Qualitätsmängel bei Obst und Gemüse objektivieren und einheitlicher werten.

Interessenten am elektronischen Schadbildkatalog oder an einer kostenlosen Demoversion können sich wenden an das Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V., Abteilung "Technik der Aufbereitung, Lagerung und Konservierung", Max-Eyth-Allee 100, 14469 Potsdam, Fax: 0331 5699-849, E-Mail: thoffmann@atb-potsdam.de oder sgeyer@atb-potsdam.de. (10.01.06)

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