Aktualisierte Rahmenvereinbarung "Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und Ernährungsbildung"

  • 10.07.2009
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  • Redaktion

Die Rahmenvereinbarung zur „Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und Ernährungsbildung“ des gleichnamigen Koordinierungskreises hat sich in den letzten Jahren zu einer wichtigen Orientierungshilfe für Verbraucher, Multiplikatoren und Institutionen entwickelt. Erstmals hatte der Koordinierungskreis sie im April 2005 veröffentlicht, die mittlerweile 4. Fassung ist am 22.06.2009 erschienen.

Ziel der Rahmenvereinbarung ist es, den Verbraucher bei der Auswahl geeigneter Angebote im Bereich Ernährungsberatung und -bildung zu unterstützen. Denn aufgrund fehlender gesetzlicher Regelungen ist die Abgrenzung zwischen seriösen und unseriösen Anbietern oftmals schwierig. Der Koordinierungskreis setzt sich aus Vertretern verschiedener Berufsverbände, Verbraucherschutzorganisationen, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) als wissenschaftliche Fachgesellschaft sowie weiteren Institutionen zusammen.

Ernährungsbildung ist ein aktuelles Thema in Deutschland. Das zeigen Initiativen wie IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung - im Rahmen des Nationalen Aktionsplans des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Bundesministeriums für Gesundheit oder die Diskussion um die Einführung eines Schulfruchtprogramms, um nur zwei Beispiele zu nennen. Zunehmend gibt es in Kindertagesstätten, Schulen und Senioreneinrichtungen Initiativen, Ernährungswissen und praktische Fähigkeiten wie Einkaufen, Zubereiten und Esskultur zu vermitteln.

Genauso wichtig wie die Wissensvermittlung sind dabei die Motivation der Teilnehmenden und die Unterstützung bei der Weiterentwicklung von eigenen Kompetenzen. Deshalb gewinnen methodische und didaktische Zusatzqualifikationen immer mehr an Bedeutung. Die Rahmenvereinbarung führt am Beispiel der Berufsgruppen Köche/Küchenmeister und Hauswirtschaftliche Fachkräfte Einsatzbereiche und Zusatzqualifikationen auf. So können sich z. B. Köche und Köchinnen weiterbilden zum Diätetisch geschulten Koch/DGE bzw. zur Diätetisch geschulten Köchin/DGE oder zum/zur Koch/Köchin für Vollwert-Ernährung UGB, Hauswirtschafter zur Referent/in für Hauswirtschaft und Ernährung, deren Einsatzgebiet verschiedene Settings umfasst.

Im Koordinierungskreis „Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und Ernährungsbildung“ sind verschiedene Institutionen aus den Bereichen Ernährungsberatung und Ernährungsbildung vertreten. Aktuell setzt sich der Koordinierungskreis aus Vertretern der folgenden Institutionen zusammen: Berufsverband Hauswirtschaft e. V., Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e. V. (BDEM) und Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e. V. (DAEM), Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), Deutscher Volkshochschul-Verband e. V. (dvv), Institut für Qualitätssicherung in der Ernährungstherapie und Ernährungsberatung e. V. (QUETHEB), Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e. V. (VDD), Verband der Köche Deutschlands e. V. (VKD), Verband der Oecotrophologen e. V. (VDOE), VerbraucherService im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) e. V. - Bundesverband (VS), Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (vzbv). Sprecher des Koordinierungskreises ist Dr. Helmut Oberritter, Geschäftsführer der DGE, stellvertretende Sprecherin ist Gisela Horlemann vom VerbraucherService im KDFB. Die aktuelle Fassung der Rahmenvereinbarung ist über die Internetseite der DGE abrufbar: www.dge.de/rd/rv/. Quelle: Presseinfo der DGE vom 23.06.09 (10.07.09)  

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