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Forschung zum Reizdarmsyndrom: Oskar Medizin-Preis 2012

  • 10.12.2012
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Der mit 50 000 € dotierte Oskar Medizin-Preis wird seit 2010 jährlich von der Stiftung Oskar-Helene-Heim verliehen, deren Zweck die Förderung der Wissenschaft und Forschung ist. Der diesjährige Preis wird geteilt und an zwei Forscher vergeben: Prof. Dr. Michael SCHEMANN und Prof. Dr. Sigrid ELSENBRUCH werden für ihre wegweisenden Forschungen über den Einfluss des Nervensystems auf Erkrankungen im Magen-Darmbereich ausgezeichnet.

Prof. Dr. Michael SCHEMANN vom Lehrstuhl für Humanbiologie der Technischen Universität München (TUM) am Wissenschaftszentrum Weihenstephan hat in langjähriger Arbeit Methoden zur Untersuchung der Aktivität menschlicher Darmnerven entwickelt. Dadurch konnte eine Assoziation zwischen peripherer Nervensensibilisierung und Reizdarm aufgezeigt werden. Die gezielte Untersuchung solch nervaler Störungen in Routinegewebsproben soll helfen, neue Ansätze für die Diagnostik und Therapie funktioneller Darmerkrankungen zu entwickeln.

Prof. Dr. Sigrid ELSENBRUCH, Inhaberin einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Heisenberg-Professur für Experimentelle Psychobiologie am Universitätsklinikum Essen, analysiert mithilfe bildgebender Verfahren den Zusammenhang zwischen Emotionen, Kognitionen und der Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem. Ihre Forschungen sind auf die Auswirkungen bei Reizdarmpatienten und Gesunden ausgerichtet.

„Die Verleihung erfolgt an zwei Preisträger, deren Forschungen hochrangig international publiziert wurden und die mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Methoden wegweisende Erkenntnisse über Funktionen und Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich erbracht haben. Mit dem Preisgeld wird ein Anschub für weitere Forschungen ermöglicht werden. Die vorgelegten Arbeiten zeigen Wege für eine bessere Diagnostik und Therapie derartiger Erkrankungen auf“, begründen Prof. Gabriele MOSER aus Wien und Prof. Thomas FRIELING aus Krefeld – Mitglieder der diesjährigen Jury – die Entscheidung. Quelle: Technische Universität München, Pressemeldung vom 28.11.2012 (10.12.12)

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