Ernährungsumschau

Macht Hunger schlau?

  • 13.05.2009
  • News
  • Redaktion

Wer wenig isst, bleibt im Alter länger fit. Für Ratten war dies bereits bekannt. Jetzt wurde es in einer Studie an der Universität Münster erstmals auch für den Menschen nachgewiesen. Demnach führte eine Reduzierung der täglich aufgenommenen Kalorien um 30 % innerhalb von drei Monaten zu einer im Schnitt um 20 % besseren Gedächtnisleistung.

Der Effekt korrelierte mit dem Absinken des Blutspiegels von Insulin und C-reaktivem Protein, einem Entzündungsmarker. Die Forscher vermuten, dass die durch das Fasten erhöhte Insulinsensitivität der Gehirnzellen und die offenbar verringerten entzündlichen Vorgänge im Körper zu einer höheren Beweglichkeit der Synapsen und einer Aktivierung der Neuronenbildung beitragen.

Da insulinabhängige Stoffwechselwege wesentlich für die Stabilisierung des Langzeitgedächtnisses verantwortlich sind, gehen sie außerdem davon aus, dass Übergewicht und ein gesteigerter Blut-Insulinspiegel wesentliche Risikofaktoren für den Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter sind. Als nächstes wollen sich die Münsteraner mit den Mechanismen befassen, die ihren Ergebnissen zugrunde liegen. Quelle: aid (13.05.09)

Das könnte Sie interessieren
Belegtes Brot © Taken / Pixabay
Marktanalyse potenziell kardioprotektiv wirkender Lebensmittel weiter
© MihaPater / iStock / Thinkstock
Die wichtigsten Messen, Tagungen, Kongresse und Seminare weiter
Adipöse Maus. © Georgejason / iStock / Thinkstock
Viel Fett und Kalorien wirken wie eine bakterielle Infektion auf den Körper weiter
Fleisch in Petrischale im Labor. © AlexRaths / iStock / Thinkstock
In-vitro-Fleisch und seine Verbraucherakzeptanz weiter
Kühe im Stall. © Digital Vision. / Photodisc / Thinkstock
Organisationen fordern staatliches Fleischsiegel weiter
Frau im Supermarkt. © gpointstudio / iStock / Thinkstock
Wann sind „frei von“-Lebensmittel sinnvoll? weiter