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Stellungnahme der American Association of Clinical Endocrinologists (AACE) zu Adipositas und Adipositas-Medizin

  • 15.03.2013
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  • Redaktion

Ende 2012 erklärte die American Association of Clinical Endocrinologists (AACE) in einer Stellungnahme [1], dass Adipositas als manifeste Krankheit mit multiplen pathophysiologischen Erscheinungsbildern angesehen werden sollte.

Die drei essenziellen Charakteristika einer Krankheit – die Beeinträchtigung der normalen Funktionstüchtigkeit des Körpers, charakteristische Zeichen oder Symptome und Morbidität – treffen laut AACE auf das Krankheitsbild der Adipositas zu. Eine große Anzahl pathophysiologischer Aspekte, u. a. genetische, umweltbedingte, anatomische, physiologische und psychologische Ursachen, gehen mit dem Krankheitsbild der Adipositas einher. Symptomatisch kann sich dies in einer erhöhten Körperfettmasse, Bluthochdruck, in einer veränderten Glukosetoleranz und in einer Dyslipidämie zeigen. Eine erhöhte Morbidität kann direkt mit der erhöhten Körperfettmasse und/oder mit den mit Adipositas verbundenen physiologischen und metabolischen Entgleisungen in Verbindung gebracht werden.

Aus diesem Grunde erachtet es die AACE als wichtig, dass therapeutische Maßnahmen zur Reduktion des Morbiditätsrisikos an der Reduktion überschüssiger Fettmasse, sei es mittels Umstellung der Lebensverhältnisse, mittels Medikamenten oder bariatrischer Chirurgie, ansetzen. Die Klassifikation der Adipositas als Krankheit würde der Gesellschaft die Relevanz der Adipositasprävention und -behandlung vor Augen führen. Ferner erhofft sich die AACE dadurch Unterstützung von Regierungen, Pharmaindustrie, wissenschaftlichen Organisationen etc. für Präventions- und Therapiestrategien zu gewinnen.
Literatur: 1. Mechanick JI, Garber AJ, Garvey WT (2012) American Association of Clinical Endocrinologists´ position statement on obesity and obesity medicine. Endocrine Practice 18(5): 642–648. (15.03.13)

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