Ernährungsumschau
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Inhaltsstoffe von Grün- und Schwarztee

  • 16.01.2013
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Die anregende Wirkung von Tee beruht auf Koffein, das früher beim Tee als Teein bezeichnet wurde. Tee enthält allerdings nur etwa halb so viel Koffein wie Kaffee, je nach Sorte und Aufbereitung. Den höchsten Koffeingehalt weist Darjeeling Tee auf, während der Grüntee „Japan Bancha" besonders wenig enthält. Als eine Art Gegenspieler des Koffeins findet man in Tee die nicht-proteinogene Aminosäure L-Theanin.

 Diese wirkt beruhigend und ist gemeinsam mit dem Koffein für den scheinbar widersprüchlichen Effekt von Tee verantwortlich, auf den verschiedene Studien hinweisen: L-Theanin führt in Verbindung mit Koffein zu einem Zustand entspannter Wachsamkeit. Darüber hinaus enthalten Grün- und Schwarztee noch viele weitere Inhaltsstoffe. Dabei gibt es grundsätzlich keine Unterschiede zwischen den Gehalten in Grün- und Schwarztee.
Bemerkenswert sind v. a. die hohen Gehalte an Fluorid, das den Zahnschmelz stärkt: 1 l Tee liefert etwa 50 % des empfohlenen Tagesbedarfs eines Erwachsenen.

Eine weitere wichtige Stoffgruppe in Grün- und Schwarztee sind die Polyphenole. Diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe wirken z. B. beruhigend auf Magen und Darm. Schwarztee, der mindestens zehn Minuten gezogen hat, ist deshalb ein verbreitetes Hausmittel zur Linderung von Magen- und Darmerkrankungen. Zudem wirken Polyphenole antioxidativ und können vor Zellschäden schützen. Die enthaltenen Catechine senken bei regelmäßigem Konsum wahrscheinlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Tierversuchen zeigte v. a. Grüntee eine hemmende Wirkung bei verschiedenen Krebserkrankungen. Studien am Menschen konnten diese krebshemmenden Eigenschaften jedoch noch nicht belegen. Weitere Informationen: aid-Heft „Kaffee, Tee und Kakao", Bestell-Nr. 61-1310, 3,50 €, www.aid-medienshop.de. Quelle: aid infodienst, Pressemeldung vom 19.12.2012 (16.01.13)

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