Ernährungsumschau
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Gemüseanbau in Äthiopien: Experten setzten sich dafür ein, dass Biomasse in Afrika effektiver genutzt werden kann. © AGL_Photography / iStock / Thinkstock

Ernährungssicherung: Erstes afrikanisches Expertennetzwerk zum Thema Biomasse gegründet

Damit in afrikanischen Ländern südlich der Sahara künftig ausreichend Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, entwickeln deutsche und afrikanische Wissenschaftler Methoden, um die Nahrungsmittelproduktion zu verbessern. Experten vom Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF) haben nun das erste Netzwerk zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse in Afrika gestartet. Kernstück des Netzwerks ist ein interaktives Internetportal.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis 2050 fast zwei Milliarden Menschen im Afrika südlich der Sahara leben werden. Angesichts des großen Bevölkerungswachstums und der jetzt schon spürbaren Folgen des Klimawandels gelingt es diesen Ländern nicht, ausreichend Nahrungsmittel zu produzieren. Helfen können Projekte zur Verbesserung der Nahrungsmittelproduktion und um Ernteverluste zu minimieren, zum Beispiel können ungenießbare Maniokschalen als Zuchtmedium für Pilze dienen. Das Gleiche gilt für die Weiterverarbeitung von Kochbananen zu Mehl oder von Maisabfällen zu Bio-Öl.

In diesem Zusammenhang hat das ZEF in Kooperation mit dem Forum für Agrarforschung in Afrika (FARA) das erste afrikanische Expertennetzwerk zum Thema Biomasse gegründet. Kernstück des Netzwerks ist ein interaktives Internetportal mit der Adresse www.BiomassNet.org auf der auch die laufenden Projekte vor Ort vorgestellt werden. Rund 100 Experten aus Deutschland und Afrika kamen zum Start nach Bonn, darunter Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des FARA, das das Netzwerk in Zukunft betreuen wird.

Quelle: Uni Bonn

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