Ernährungsumschau
Fahnen vor einem Eingang der Grünen Woche / © IGW
Fahnen vor einem Eingang der Grünen Woche / © IGW

BfR: Tipps zum Schutz vor Schimmelpilzen

  • 19.01.2015
  • News
  • Redaktion

Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau: Derzeit treffen sich Fachbesucher und Verbraucher zu diesen Themen auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) informiert die Besucher unter anderem über Schimmelpilze, giftige Wildkräuter und Pflanzenschutzmittel.

Auf dem Lehrpfad des BfR-Standes ist nachgebildet, was neben Kulturpflanzen noch alles auf Äckern wachsen kann. Die Besucher lernen unterschiedliche Weizenanpflanzungen zu unterscheiden. Zu sehen sind mit Pflanzenschutzmittel behandelter Weizen, mit Schimmelpilzen befallener Weizen und Weizen, der mit Wildkräutern verunreinigt ist. Die Besucher erhalten Tipps, wie sie sich und andere gegen Schimmelpilze und giftige Pyrrolizidinalkaloide in Lebensmitteln schützen können. Außerdem liefert das BfR Hinweise, wie Betroffene einen Befall von Wiesen und Weiden mit dem giftigen Jakobskreuzkraut bekämpfen können.

Schadpilze oder Wildkräuter können Kulturpflanzen schädigen, ihr Wachstum beeinträchtigen oder das Erntegut verunreinigen. Gelangen sie in Lebensmittel, können sie die Gesundheit gefährden. Pyrrolizidinalkoloide im Jakobskreuzkraut wirken beispielsweise krebserzeugend, Mutterkornalkaloide können zu Übelkeit, Herzkreislaufproblemen oder Störung der Fortpflanzung führen. Sie wurden bereits in Kräutertees, Getreide, Salaten, Blattgemüsen, Honigen und Futtermitteln nachgewiesen. Das BfR entwickelt Analysemethode zum Nachweis von Pyrrolizidinalkaloiden in verschiedenen Lebensmitteln und Futtermitteln. Es existieren mehr als 500 verschiedene Pyrrolizidinalkaloide, die in über 6000 Pflanzenspezies vorkommen. Sie wachsen vorwiegend auf Weiden und Brachflächen und leisten als Wildkräuter einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt.

BfR bewertet Pflanzenschutzmittel
Die Besucher erfahren am Stand zudem, wie die Experten bei der gesundheitlichen Bewertung von Pflanzenschutzmitteln und der Ableitung von Rückstandshöchstgehalten vorgehen, denn um Ernten gegen Pilzbefall und die Verunreinigung durch Wildkräuter zu schützen, werden auch Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Damit deren Einsatz sicher ist, bewertet das BfR deren gesundheitliche Risiken. Nur wenn von Pflanzenschutzmitteln kein Gesundheitsrisiko ausgeht, werden diese in Deutschland zugelassen. Im November 2014 waren in Deutschland 775 verschiedene Pflanzenschutzmittel mit insgesamt 176 unterschiedlichen Wirkstoffen zugelassen. 

>> Bundesinstitut für Risikobewertung

Bild: Fahnen vor einem Eingang der Grünen Woche / © IGW

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