Ernährungsumschau

20 Millionen Euro für besseres Fleisch

  • 21.03.2007
  • News
  • Redaktion

Mehr als 50 Arbeitsgruppen aus 21 Ländern arbeiten in den nächsten fünf Jahren zusammen, um die Abläufe in der Schweinefleisch-Produktion zu verbessern. Hierfür stellen EU und Wirtschaft insgesamt 20,73 Millionen Euro zur Verfügung. Auch Forscher der Universität Bonn sind an dem Großprojekt beteiligt: Sie koordinieren die Arbeiten zum Management von Wertschöpfungsketten - vom Stall bis zur Fleischtheke im Supermarkt. Nach zweijähriger Vorarbeit fiel jetzt in Kopenhagen der Startschuss

Das Auftakttreffen verdeutlichte die Dimension des Großprojekts: Über 100 Forscher und Wirtschaftsvertreter aus 16 europäischen und fünf außereuropäischen Ländern trafen in Kopenhagen zum Projektstart zusammen, um sich über ihre Zusammenarbeit abzustimmen.

Ziel von "Q-PorkChains" ist es, die Abläufe in der Schweinefleisch-Produktion zu verbessern. Es ist das bislang umfangreichste EU-Forschungsprojekt in diesem Bereich. Koordiniert wird es von Professor Dr. Anders Karlsson von der Universität Kopenhagen. Die Projektpartner kommen aus den Bereichen Marktforschung, Tierproduktion, Fleischforschung, Molekulargenetik, Qualitätsmanagement und Agrarökonomie. Die Teilprojekte spiegeln damit alle Facetten der Wertschöpfungskette Fleisch wider.

So wollen die Projektpartner beispielsweise Methoden für die Qualitätskontrolle entwickeln, die in verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette zum Einsatz kommen können - also im Stall, beim Transport oder im Supermarkt. "Unser Ziel sind qualitativ hochwertige Schweinefleischprodukte, die den Ansprüchen und Wünschen der Verbraucher gerecht werden", erläutert Brigitte Petersen. Die Ergebnisse sollen auch in neue Ausbildungsangebote einfließen - beispielsweise in Form von Trainingsprogrammen für Unternehmen oder als e-learning-Angebote für Universitäten.

Von Bonn aus wird die Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis koordiniert. Die Internationale Kooperationsplattform GIQS e.V. (Grenzüberschreitende Integrierte Qualitätssicherung) hat die Aufgabe, die anwendungsorientierte Forschung in Unternehmen, Pilotketten und Netzwerken zu steuern. Für die Erprobung der vielversprechenden Innovationen aus dem Projekt sind 1,5 Mio Euro reserviert, die erst im Laufe des Projekts an Industriepartner vergeben werden.  Weitere Informationen: www.q-porkchains.org  (21.03.07)

Das könnte Sie interessieren
Gerstenfeld. © GYRO PHOTOGRAPHY/amanaimagesRF / Thinkstock
Gesundheitliches Potenzial von β-Glucan aus Gerste und Hafer weiter
Zwei Weintrinker. © Jupiterimages / Goodshoot / Thinkstock
Deutsches Krebsforschungszentrum veröffentlicht ersten Alkoholatlas weiter
Fast 80 Prozent der Teilnehmer gaben an, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. © baloon111 / iStock / Thinkstock
Veganer haben breites Ernährungswissen – Risikokommunikation dennoch erforderlich weiter
Die individuelle Ernährung kann ein entscheidender Faktor für das Depressionsrisiko sein. © Marjan_Apostolovic / iStock / Thinkstock
Neuer Risikoindex für Depressionen entwickelt weiter
Sportsachen und Lebensmittel. © ProPHN
Beeinflussen wir die Ernährung oder die Ernährung uns? weiter
Als „Superfood“ feiert Ingwer aktuell ein Comeback. © Wavebreakmedia Ltd / Wavebreak Media / Thinkstock
Ernährungstrends, Heilmittel-Richtlinie und Ingwer weiter