Ernährungsumschau

Ganzheitliches Ausbildungskonzept zum Thema Welternährung für internationale Nachwuchsforscher

  • 22.07.2011
  • News
  • Redaktion

Bild: © Universität Hohenheim

Menschen führen, Entscheidungsträger überzeugen und so der Forschung gegen den Welthunger den Weg in die Praxis ebnen: Auf dem Weg zu Forschungsprojekten in ihren Heimatländern hat der internationale Forschernachwuchs nach seiner Ausbildung in Hohenheim und Bonn künftig mehr Kompetenzen, als „bloßes wissenschaftliches Knowhow“.

Möglich macht dies die Ulmer Stiftung fiat panis, die den aktuell 60 Doktoranden neben dem Forschungsvorhaben auch Workshops für Zusatz-Kompetenzen finanziert. Das neue Programm der Stiftung fiat panis mit dem Namen „Dr. Hermann Eiselen Doktorandenförderung“ finanziert die bis zu einem Jahr dauernden Feldforschungen des wissenschaftlichen Nachwuchses mit jährlich insgesamt 250 000 €. Ausgebildet werden sie am Food Security Center (FSC) der Universität Hohenheim und dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn.

Der Großteil des finanziellen Engagements der Stiftung fördert die Feldforschungen in den jeweiligen Entwicklungsländern. Dort gebe es eine ganze Reihe kluger, aber mittelloser Köpfe, die wissen, wie sie die Probleme in ihrer Heimat lösen könnten. Ein Zusatzprogramm stellt sicher, dass Forschung auf dem Gebiet der Ernährungssicherung nicht im „Elfenbeinturm“ betrieben wird: Die Seminare stärken die interkulturellen Kompetenzen ihrer Teilnehmer, und neben Forschungsmethoden lernen die Studierenden eine Reihe von Strategien und Methoden für anwendungsbezogene Forschung kennen: Wie können lokale Vertreter aus Politik, Forschung und Behörden in die eigene Forschung miteinbezogen werden? Auch „Führung“ ist ein wichtiges Thema.

Die teilnehmenden Doktoranden erwerben also nicht nur Wissen und lernen wissenschaftliche Methoden kennen, sondern sie erfahren auch von Wegen, auf denen sie ihre Forschungsergebnisse in die Praxis umsetzen können. Quelle: Universität Hohenheim, Pressemeldung vom 29.06.2011 (22.07.11)

Das könnte Sie interessieren
© Jupiterimages / Creatas / Thinkstock
Blaubeerextrakte, die beim Nachtsehen helfen weiter
© razyph / iStock / Thinkstock
Qualitative Forschung verstehen und anwenden weiter
© Eugene03 / iStock / Thinkstock
Erste Tagung der ERNÄHRUNGS UMSCHAU weiter
Blick auf Kiel: In diesem Jahr findet der DGE-Kongress an der Christian-Albrechts-Universität statt. © einbo / iStock / Thinkstock
Kritischer Blick auf die Ernährungs- und Lebensmittelforschung weiter
© Fuse / Thinkstock
Algen und Algenprodukte als neuartige Lebensmittel weiter
© Maya23K / iStock / Thinkstock
Kinder aus benachteiligten Familien häufiger übergewichtig weiter