Ernährungsumschau

Positiver Effekt von Alkohol nach Ballondilatation der Herzkranzgefäße

  • 22.09.2004
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  • Redaktion

Moderater Alkoholkonsum senkt das Risiko, dass sich Herzkranzgefäße nach ihrer Eröffnung durch einen Katheter und Einlage eines Stents, der das Gefäß erweitert, wieder verengen. Dies hat eine Studie an der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg ergeben, die in der jüngsten Ausgabe der medizinischen Fachzeitschrift "Heart1" erschienen ist. Wahrscheinlich hemmt Alkohol die Wucherung von glatten Muskelzellen in den Blutgefäßen; dies legen auch Erkenntnisse aus Tierversuchen nahe. Die Heidelberger Mediziner raten dennoch von einer generellen Empfehlung zum Alkoholkonsum bei koronarer Herzkrankheit ab. Sie sehen aber auch keinen medizinischen Grund dafür, eine Einstellung des Konsums zu empfehlen.  Die Wissenschaftler haben mehr als 225 Männer, die sich wegen verengter Herzkranzgefäßen einer Ballondilatation unterzogen haben, zu ihren Trinkgewohnheiten nach dem Eingriff befragt. Die Mehrzahl der Patienten (172) konsumierten mehr als 50 g Alkohol (bis maximal 700 g) pro Woche; 53 Patienten gaben an, dass sie höchsten 50 g oder weniger zu sich nahmen. Die Patientengruppe mit höherem Alkoholkonsum hatte weniger häufig (34 statt 49 %) einen erneuten Verschluss (Restenose) der Herzkranzgefäße und mussten sich seltener (23 statt 42 %) einen erneuten Ballondilatation unterziehen. Auch Diabetiker, die besonders stark zu einer Restenose neigen, profitierten von mäßigem Alkoholkonsum. (22.09.04) 1F Niroomand, O Hauer, C P Tiefenbacher, H A Katus, and W Kuebler: Influence of alcohol consumption on restenosis rate after percutaneous transluminal coronary angioplasty and stent implantation. Heart 2004; 90: 1189-1193.

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