Ernährungsumschau

Broteinkauf im Sommer richtig planen

  • 24.07.2006
  • News
  • Redaktion

Damit die Qualität von Broten auch bei hohen Temperaturen bis zum Zeitpunkt des Verzehrs möglichst optimal bleibt, gibt die Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) einige Tipps: So sollten Brote und Brötchen mit einem hohen Weizenmehlanteil nicht zu lange gelagert, sondern besser öfter in kleineren Portionen gekauft werden. Sorten mit überwiegendem Roggenanteil halten hingegen länger frisch. Brote aus Vollkorn- oder Backschrot, in Deutschland zumeist aus Roggenerzeugnissen gebacken, können besonders gut ein paar Tage aufbewahrt werden. Ist ein Brot mit Sauerteig gebacken fördert das die Frischhaltung noch zusätzlich.

Der höhere Roggenanteil lässt eine saftigere Krume entstehen - vor allem dann, wenn mit grobem Schrot und Sauerteigführungen gearbeitet wird. Denn dies erfordert längere Quell-, Knet- und Backzeiten.

Neben der Brotsorte spielt auch die Aufbewahrung im Haushalt für die Haltbarkeit der Brote eine Rolle. Als Schimmelschutz zur Vorbeugung wirkt die "Großmutter-Methode" zuverlässig, so die Experten. Darunter versteht man das regelmäßige Auswischen des Brotbehälters mit Essig oder 10-prozentiger Essigessenz-Lösung. Dies sollte mindestens einmal in der Woche geschehen. Wichtig ist auch die anschließende unbedingt sorgfältig durchgeführte Trocknung.

Selbst bei sommerlichen Temperaturen sollten Brote jedoch nicht im Kühlschrank gelagert werden, weil das Brot dort schneller austrocknet und altbacken wird. Besser ist eine Lagerung bei Zimmertemperatur, z. B. in Brot-Töpfen oder Fächern, die gut schließen und leicht zu reinigen sind. In Gefriertruhen oder -schränken ist Brot im Sommer ebenfalls gut aufgehoben - sogar für ein oder zwei Wochen. Dazu sollte es allerdings in Gefrierbeutel verpackt sein, am besten vorportioniert. Das Auftauen geschieht bei Raumtemperatur, etwa über Nacht. Aber auch hier gilt, dass es keine Regel ohne Ausnahme gibt: Bei extrem schwül-warmer Witterung darf der Brotvorrat kurzfristig in den Kühlschrank. Denn dann ist es wichtiger, so dem Schimmel vorzubeugen. (24.07.06)

Das könnte Sie interessieren
Lupinenfeld. © Foto Fraunhofer IVV
Fraunhofer Institut entwickelt Erfrischungsgetränk aus Lupinen weiter
Vegane Wurst auf Teller. © dourleak / iStock / Thinkstock
Fleischalternativen dürfen weiterhin "Schnitzel" heißen weiter
PD Dr. Volker Böhm. © Jan-Peter Kasper/FSU
Ehrung für Wissenschaftler Volker Böhm weiter
Gemüse und Fleisch. © tbralnina / iStock / Thinkstock
Fortbildung zur ketogenen Diät weiter
Baby und Mutter beim Stillen. © RomanovaAnn / iStock / Thinkstock
Forschungsvorhaben zum Thema Stillverhalten gestartet weiter
Jenaer Wissenschaftler liefern "fette Infos" für einen gesünderen Lebensstil weiter