Ernährungsumschau

Nutzen und Risiken der Jodprophylaxe

  • 25.11.2004
  • News
  • Redaktion

Die Jodprophylaxe wird in Deutschland kontrovers diskutiert. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) das gesundheitliche Risiko bzw. den gesundheitlichen Nutzen erneut bewertet.

Nach Ansicht des Instituts werden Schilddrüsenerkrankungen durch die Verwendung von Jodsalz im Haushalt, in Gaststätten, Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und bei der Herstellung von Back- und Fleischwaren weder ausgelöst oder verschlimmert, noch kommt es zu Folgeerkrankungen. Dies gilt auch für den Verzehr von jodhaltigen tierischen Lebensmittel wie Milch, Käse, Eier oder Fleisch infolge der Jodierung von Futtermitteln.

Allerdings sollte die zum Schutz von empfindlichen Verbrauchern vorsorglich empfohlene Aufnahmemenge von 500 µg Jod pro Tag über die Nahrung nicht überschritten werden. Das kann zum Beispiel anhand der Jodausscheidung kontrolliert werden. Die aktualisierte, 22-seitige Stellungnahme kann unter www.bfr.bund.de/ nachgelesen werden. (25.11.04)

Das könnte Sie interessieren
Fast 80 Prozent der Teilnehmer gaben an, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. © baloon111 / iStock / Thinkstock
Veganer haben breites Ernährungswissen – Risikokommunikation dennoch erforderlich weiter
Die individuelle Ernährung kann ein entscheidender Faktor für das Depressionsrisiko sein. © Marjan_Apostolovic / iStock / Thinkstock
Neuer Risikoindex für Depressionen entwickelt weiter
Sportsachen und Lebensmittel. © ProPHN
Beeinflussen wir die Ernährung oder die Ernährung uns? weiter
Als „Superfood“ feiert Ingwer aktuell ein Comeback. © Wavebreakmedia Ltd / Wavebreak Media / Thinkstock
Ernährungstrends, Heilmittel-Richtlinie und Ingwer weiter
Zuckerrübenfeld: Weltmarktpreis für Zucker derzeit hoch. © Allexxandar / iStock / Thinkstock
EU-Zuckerquote aufgehoben weiter
Bakteriophage dringt in Bakterium ein. © Dr_Microbe / iStock  / Thinkstock
Wissenschaftler sehen Potenzial für Bakteriophagen-Einsatz weiter