Ernährungsumschau

Gutachten: Süßungsmittel aus Stevia als sicher bewertet

  • 26.05.2010
  • News
  • Redaktion

Süßungsmittel, die aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen werden, sind für die Gesundheit unbedenklich – vorausgesetzt, eine bestimmte Tagesdosis wird nicht überschritten. So lautet das Fazit eines Gutachtens der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Stevia ist eine in Südamerika beheimatete Pflanze, in deren Blättern verschiedene süß schmeckende Verbindungen vorkommen. Die so genannten Steviolglycoside sind bis zu 300mal süßer als üblicher Haushaltszucker und können beispielsweise kalorienreduzierten Erfrischungsgetränken, Desserts und Süßwaren zugesetzt werden.

Toxikologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Steviolglykoside weder genotoxisch noch Krebs erregend sind. Sie haben keinen negativen Einfluss auf die Fortpflanzung und das ungeborene Kind. Anhand der vorliegenden Daten wurde eine tägliche tolerierbare Aufnahmemenge (ADI) von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Der ADI ist die Menge einer Substanz, die lebenslang pro Tag ohne gesundheitliche Auswirkungen verzehrt werden darf. Dieser Wert kann aber laut EFSA überschritten werden, wenn die Süßstoffe in den von den Herstellern vorgeschlagenen Höchstmengen aufgenommen werden.

Süßungsmittel sind Lebensmittelzusatzstoffe und müssen zugelassen werden, bevor sie auf den Markt kommen. Das Gutachten gilt als Türöffner für den Einsatz von Stevia auf dem europäischen Markt. Die Europäische Kommission muss aber nun auf Basis des EFSA-Gutachtens noch entscheiden, ob Steviolglycoside in Zukunft europaweit verwendet werden dürfen. Bislang sind nur Einzelgenehmigungen in der Schweiz und in Frankreich erteilt worden. Quelle: Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), Pressemeldung vom 14. April 2010 und Gutachten über die Sicherheit von Steviolglycosiden (Sprache: englisch) aid, 21.04.2010 (26.05.10)

Das könnte Sie interessieren
Frau nimmt Tablette. © Olha-Tsiplyar / iStock / Thinkstock
Mehr als 250 Milligramm Magnesium pro Tag nicht empfehlenswert weiter
Freut sich auf die neue Aufgabe: Dr. Andrea Lambeck. © Hans G. Ziertmann
Dr. Andrea Lambeck wechselt von der peb e. V. zum VDOE weiter
© ra3rn / iStock / Thinkstock
Ohne Quallenangabe weiter
Die Teilnehmer der Studie sollen im Abstand von vier Wochen zwei anonyme Online-Befragungen ausfüllen. © golubovy / iStock / Thinkstock
Behandlung von Menschen mit chronischen Erkrankungen verbessern weiter
Sender und Empfänger: Durch Ernährungskommunikation werden auch Werte und Einstellungen in Bezug auf Nachhaltigkeit vermittelt. © RyanKing999 / iStock / Thinkstock
Fortbildung zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen weiter
Bei Reis und Reisprodukten kann eine Arsenbelastung nicht gänzlich vermieden werden. © HandmadePictures / iStock / Thinkstock
Verbraucherschützer kritisieren Baby-Produkte weiter