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Dr. Rainer Wild-Stiftung: Snacks – besser als ihr Ruf?

  • 28.06.2013
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  • Redaktion

Snacks genießen allgemein aufgrund gesundheitlicher, soziokultureller und physiologischer Vorbehalte einen schlechten Ruf, obwohl diese Art der „Zwischendurchverpflegung“ schon lange Bestandteil der menschlichen Esskultur darstellt. Gewandelt hingegen hat sich das Verständnis des Begriffes Snack. Dieses ist sehr facettenreich und individuell unterschiedlich.

Nach der Dr. Rainer Wild-Stiftung können drei Snack-Kategorien bezüglich der Essmotivation voneinander unterschieden werden: 1. Snack als Naschwerk, 2. Snack als Zwischenmahlzeit, 3. Snack als Mahlzeitenersatz. Allen Kategorien gemein ist der hohe Grad an Flexibilität, Schnelligkeit, Individualität, Spontaneität und Unstrukturiertheit. Insofern ist neben der Zusammensetzung des Snacks ebenfalls die Frage nach dem wann, wo, wie, warum, von und mit wem wichtig, um den Charakter dieses Essverhaltens erörtern und diskutieren zu können.

Der Vorwurf des Zusammenhangs zwischen Snackkonsum und erhöhter Übergewichtsprävalenz kann aus Sicht der Dr. Rainer Wild-Stiftung nicht untermauert werden, da es bei der Entstehung von Übergewicht auf die täglich zugeführte Gesamtenergiemenge inklusive Nährstoffdichte und nicht auf den Snack an sich ankommt. Bei der bloßen Einstufung des Snacks als verlockendes Trendprodukt dürfe darüber hinaus nicht vergessen werden, dass jedes Lebensmittel snacktauglich ist – diese Bezeichnung kann also für Obst und Gemüse, Nüsse, Backwaren aber auch Komplettmenüs verwendet werden. Insofern solle man den Snack nicht von vornherein als ungesunde Ernährungsweise pauschalisieren, sondern vielmehr seinen individuellen und flexiblen Charakter in Zeiten eines modernen und von Flexibilität geprägten Alltags hervorheben. Literatur: Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung (2013) Snacks – besser als ihr Ruf? 5(1): 1–5 (28.06.13)

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