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Palmöl: Kritik am RSPO-Siegel

  • 28.12.2012
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  • Redaktion

Die Nachfrage nach Palmöl steigt weltweit. Laut der „Fachagentur Nachwachsender Rohstoffe“ (FNR) wurden im Jahr 2010 5 % des Palmöls energetisch genutzt, 24 % für Seifen, kosmetische Produkte, Kerzen etc. und 71 % für Lebensmittel.

Aufgrund der mit dem Anbau von Palmöl verbundenen Rodung des Regenwaldes in Indonesien und Malaysia sowie der Ausrottung bedrohter Tierarten und des nicht immer umsetzbaren kompletten Verzichts auf Palmöl aus technologischen, ernährungsphysiologischen, geschmacklichen und (volks)wirtschaftlichen Gründen, setzen sich u. a. Konsumgüterhersteller, Handelsunternehmen, Banken und NGOs seit 2004 am „Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl“ (Round Table on Sustainable Palmoil, RSPO) für eine nachhaltige Produktion von Palmöl und Palmkernöl ein.

Wie in Ernährungs Umschau 2/2011 berichtet, darf das RSPO-Siegel seit Sommer 2011 auf Produkten eingesetzt werden. Hierzu hat der RSPO Zertifizierungsstandards verabschiedet, welche die Erfüllung sozialer, ökonomischer und ökologischer Mindestbedingungen vorschreiben. Bereits 14 % des gesamten Palmöls und Palmkernöls stammen aus zertifiziertem, nachhaltigem Anbau. Große Teile der Lebensmittelbranche und des Handels haben bereits bzw. wollen auf zertifiziertes Palmöl umstellen.

Doch einige Umweltorganisationen wie Greenpeace oder ProWildlife fordern vom RSPO härtere Kriterien für die Produktion von nachhaltigem Palmöl und Palmkernöl – mittels Ergänzungen und einer Weiterentwicklung der vom RSPO definierten Standards. Handel und Industrie äußern, dass der RSPO als bisher einzige kriteriensetzende Institution für nachhaltiges Palmöl und Palmkernöl weiter gestärkt und weiterentwickelt werden sollte. Literatur: Röttig B (2012) Umstrittener Alleskönner Palmöl. Lebensmittel Praxis 18/12 (28.12.12)

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