Ernährungsumschau

GRETA-Studie zur Ernährung von Ein- bis Dreijährigen

  • 29.06.2011
  • News
  • Redaktion

Bild: © Fotolia/Ramona Heim

Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren essen zu wenig Getreideprodukte und Gemüse, aber zu viel tierische Lebensmittel wie Fleisch und Wurst sowie Süßes. Das zeigt die GRETA-Studie (German Representative Study of Toddler Alimentation), die das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE), Dortmund, durchgeführt hat.

Mit der GRETA-Studie wurden deutschlandweit repräsentative Daten zu Lebensmittelverzehr und Nährstoffzufuhr von Kleinkindern erhoben. Größer angelegte Studien zur Ernährungssituation von Kleinkindern, speziell für die Altersgruppe von ein bis drei Jahren, sind bisher in Deutschland und auch international kaum vorhanden.

Im Vergleich zu dem Präventionskonzept der Optimierten Mischkost [1] für die Kinderernährung, das vom FKE entwickelt wurde, zeigt sich, dass Kleinkinder zu wenig Getreideprodukte und Gemüse, aber zu viel tierische Lebensmittel wie Fleisch und Wurst sowie Süßes essen. Diese Ergebnisse wirken sich auch auf die ernährungsphysiologische Qualität der Mahlzeiten aus: mehr Zucker und gesättigte Fettsäuren als in der Optimierten Mischkost und überreichlich Eiweiß. Im Gegenzug dazu bekommen Kleinkinder weniger mehrfach ungesättigte Fettsäuren, weniger Eisen, Jod, Vitamin D und Folsäure als empfohlen wird [2]. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für den Spätsommer 2011 geplant.

Die GRETA-Studie ist eine repräsentative prospektive Querschnittstudie, die in 525 Haushalten mit Kindern zwischen 10 und 36 Monaten mittels 1-Tage-Schätzprotokollen Daten erhob. Ausgewertet wurden Verzehrmengen, Nährstoffzufuhr sowie ausgewählte Aspekte zu den Mahlzeiten in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und sozialer Schicht.
Literatur: [1] Alexy U, Clausen K, Kersting M (2008) Die Ernährung gesunder Kinder und Jugendlicher nach dem Konzept der Optimierten Mischkost. Ern Umsch; 55: 168–175,
[2] DGE. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 1. Auflage, 3. vollst. durchges. und korr. Nachdruck. Neustadt an der Weinstraße: Umschau (2008) Quelle: Nestlé Deutschland AG, Pressemeldung Mai 2011 (29.06.11)

Das könnte Sie interessieren
Gerstenfeld. © GYRO PHOTOGRAPHY/amanaimagesRF / Thinkstock
Gesundheitliches Potenzial von β-Glucan aus Gerste und Hafer weiter
Zwei Weintrinker. © Jupiterimages / Goodshoot / Thinkstock
Deutsches Krebsforschungszentrum veröffentlicht ersten Alkoholatlas weiter
Fast 80 Prozent der Teilnehmer gaben an, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. © baloon111 / iStock / Thinkstock
Veganer haben breites Ernährungswissen – Risikokommunikation dennoch erforderlich weiter
Die individuelle Ernährung kann ein entscheidender Faktor für das Depressionsrisiko sein. © Marjan_Apostolovic / iStock / Thinkstock
Neuer Risikoindex für Depressionen entwickelt weiter
Sportsachen und Lebensmittel. © ProPHN
Beeinflussen wir die Ernährung oder die Ernährung uns? weiter
Als „Superfood“ feiert Ingwer aktuell ein Comeback. © Wavebreakmedia Ltd / Wavebreak Media / Thinkstock
Ernährungstrends, Heilmittel-Richtlinie und Ingwer weiter