Ernährungsumschau

10 Jahre BfR: „Krisen vermeiden, bevor sie entstehen“

  • 30.01.2012
  • News
  • Redaktion

Sind mit dem Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion gesundheitliche Risiken verbunden? Wie sicher sind Lebensmittel in Deutschland? Welche Ereignisse stellen aus wissenschaftlicher Sicht ein gesundheitliches Risiko für Verbraucher dar? Mit welchen Krisen müssen wir in Zukunft rechnen? Zehn Jahre nach Gründung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zieht BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas HENSEL eine positive Bilanz.

„Lebensmittel in Deutschland sind sicher, dennoch müssen wir stets auf mögliche Zwischenfälle vorbereitet sein. Unser Ziel ist es, Krisen zu vermeiden, bevor sie entstehen." Mit seiner wissenschaftsbasierten Risikobewertung gibt das BfR wichtige Impulse für den gesundheitlichen Verbraucherschutz innerhalb und außerhalb Deutschlands.

Allein im vergangenen Jahr haben zahlreiche Ereignisse die Schlagzeilen beherrscht. In der ersten Hälfte des Jahres 2011 erregten erhöhte Dioxin-Gehalte bei Eiern und Fleisch die Gemüter. Der EHEC-Ausbruch von Mai bis Juli 2011 hatte über 50 Todesfälle zur Folge und war der größte lebensmittelbedingte bakterielle Ausbruch, den es seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gegeben hat. In der zweiten Jahreshälfte 2011 wurde die Diskussion über die Auswirkungen des Antibiotika-Einsatzes in der Tierproduktion, u. a. durch eine neue Studie im Auftrag des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums, wieder entfacht.

Lebensmittelsicherheit ist das Ergebnis einer Vielzahl von Analysen und gezielten Untersuchungen entlang der Lebensmittelkette. Neben den vom Risikomanagement eingeführten hohen Standards der Lebensmittelsicherheit ist die wissenschaftliche Risikobewertung von zentraler Bedeutung, um die Sicherheit unserer Lebensmittel zu gewährleisten und weiter zu verbessern. Die größten, vielfach aber unterschätzten Risiken, gehen von Mikroorganismen aus.

Wichtigste Aufgabe des Instituts ist es, mögliche Risiken in Lebensmitteln, Futtermitteln, Stoffen und Produkten frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen vorzuschlagen, um sie schnell und nachhaltig zu verringern. Das BfR hat weiterhin den gesetzlichen Auftrag, die Öffentlichkeit über mögliche, identifizierte und bewertete Risiken zu informieren, die Lebensmittel, Stoffe und Produkte für den Verbraucher bergen können. Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Pressemeldung vom 25.01.2012 (26.01.12)

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