Ernährungsumschau
© Irina Kozhemyakina/Thinkstock
© Irina Kozhemyakina/Thinkstock

Fette regulieren Insulinhaushalt

  • 30.10.2014
  • News
  • Redaktion

Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden haben in Versuchen mit Fruchtfliegen herausgefunden, dass nicht Kaloriengehalt, sondern die in der Nahrung enthaltenen Fette den Insulinhaushalt regulieren.

Den Fruchtfliegen wurden zwei verschiedene Futtermischungen verabreicht, die genau den gleichen Energiegehalt hatten, aber von unterschiedlicher Herkunft (pflanzlich/tierisch) waren und unterschiedliche Fette enthielten. Der erste Futtertyp basierte auf Hefe und enthielt kurzkettige, gesättigte Fettsäuren. Unter dieser Nahrung stieg die Insulinproduktion. Bekamen die Tiere hingegen eine rein pflanzliche Nahrung ohne Hefe, so wurde weniger Insulin produziert und ausgeschüttet. Die Forscher fanden heraus, dass die Blut-Hirn-Schranke dabei der hauptsächliche Sensor ist, der Informationen zur Nahrungszusammensetzung an spezielle Nervenzellen weiterleitet, woraufhin der Insulinspiegel hoch- oder herunterreguliert wird.

Die pflanzliche Nahrung erhöhte sogar die durchschnittliche Lebensdauer, obwohl das Futter durchaus kalorienreich war. Auch das untermauert die These, dass bei der Insulinregulierung nicht Kalorien entscheidend sind, sondern eher bestimmte Signalelemente, und die richtige Zusammensetzung von Fetten.

Literatur: Brankatschk M, Dunst S, Nemetschke L, Eaton S (2014) Delivery of circulating lipoproteins to specific neurons in the Drosophila brain regulates systemic Insulin signaling. eLife [10.7554/eLife.02862]

Quelle: Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, Pressemeldung vom 24.10.2014

Das könnte Sie interessieren
Frau nimmt Tablette. © Olha-Tsiplyar / iStock / Thinkstock
Mehr als 250 Milligramm Magnesium pro Tag nicht empfehlenswert weiter
Freut sich auf die neue Aufgabe: Dr. Andrea Lambeck. © Hans G. Ziertmann
Dr. Andrea Lambeck wechselt von der peb e. V. zum VDOE weiter
© ra3rn / iStock / Thinkstock
Ohne Quallenangabe weiter
Die Teilnehmer der Studie sollen im Abstand von vier Wochen zwei anonyme Online-Befragungen ausfüllen. © golubovy / iStock / Thinkstock
Behandlung von Menschen mit chronischen Erkrankungen verbessern weiter
Sender und Empfänger: Durch Ernährungskommunikation werden auch Werte und Einstellungen in Bezug auf Nachhaltigkeit vermittelt. © RyanKing999 / iStock / Thinkstock
Fortbildung zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen weiter
Bei Reis und Reisprodukten kann eine Arsenbelastung nicht gänzlich vermieden werden. © HandmadePictures / iStock / Thinkstock
Verbraucherschützer kritisieren Baby-Produkte weiter