Ernährungsumschau

Zufuhr von Eisen durch Nahrungsergänzungsmittel

  • 31.03.2003
  • News
  • Redaktion

Können Nahrungsergänzungsmittel trotz Einhaltung der empfohlenen Höchstmenge zu einer Überdosierung mit Eisen führen? Dazu heißt es in einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 3. März 2003: Zu einer Überdosierung durch Nahrungsergänzungsmittel kann es nicht kommen.

Über Nahrungsergänzungsmittel sollen maximal 5 mg Eisen pro Tag zugeführt werden. Der tägliche Bedarf an Eisen wird für Männer aber (nur) mit 1,2 mg, für Frauen mit 1,5 mg beziffert. Dieser scheinbare Widerspruch liegt nach Ansicht des BfR darin begründet, dass nur ein Teil des Eisens aufgenommen wird. Zu einer Überdosierung durch Nahrungsergänzungsmittel kann es bei Einhaltung der Höchstmenge nicht kommen.

Die Bioverfügbarkeit bzw. die Absorptionsrate von Eisen aus der Nahrung liegt nach Angaben der Welternährungs- und der Weltgesundheitsorganisation bei gemischter Kost zwischen 5 und 15 Prozent. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt deshalb, dass Männer und Frauen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren täglich insgesamt 10 bzw. 15 mg Eisen mit der Nahrung aufnehmen, um ihren Bedarf an Eisen zu decken. Die große Schwankungsbreite in der Bioverfügbarkeit liegt darin begründet, dass es in der Nahrung zahlreiche Faktoren gibt, welche die Resorption von Eisen im Darm entweder fördern (z. B. Ascorbinsäure, Fleisch, bestimmte organische Säuren) oder hemmen (z. B. Phytate, Calcium, Sojaeiweiß).

Entscheidend für die Regulation der Eisenaufnahme ist auch der Eisenstatus des Organismus. Bei einem Eisenmangel ist die Absorptionsrate höher. Ist jedoch der Bedarf gedeckt, wird weniger absorbiert. Dank dieser Mechanismen ist der menschliche Organismus vor einer Überversorgung mit Eisen über die Nahrung recht gut geschützt.

Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes wurde die Zufuhr von Eisen über Nahrungsergänzungsmittel trotzdem begrenzt. Durch die Festlegung der Höchstzufuhr soll vermieden werden, dass es trotz der genannten Schutzmechanismen des Körpers zu einer Überdosierung kommt. 31.03.03

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