Medien – Berichterstattung: nutriCARD startet Medien-Doktor Ernährung

„Eine neue Studie zeigt: Pasta macht schlank.“ Berichterstattungen über Ernährung boomen, angereichert um wissenschaftliche Studien, Ratgeber-Anleitungen zum Abnehmen und medizinische Tipps.

© http://www.fotogestoeber.de/iStock/Getty Images Plus
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Um die Qualität der journalistischen Aufarbeitung rund um das komplexe Thema Ernährung zu beurteilen, startet ab sofort der Medien-Doktor ERNÄHRUNG – ein Forschungsprojekt des Kompetenzclusters für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) der Universitäten Halle-Jena-Leipzig in Kooperation mit der Technischen Universität Dortmund.

Im Projekt werden Beiträge aus deutschen Medien untersucht, in denen positive oder negative Effekte von Lebensmitteln, Ernährungsformen, Diäten oder einzelnen Substanzen beschrieben werden. „Nur weil es eine wissenschaftliche Studie gibt oder ein Ernährungsberater etwas empfiehlt, heißt das ja noch lange nicht, dass ein Lebensmittel auch hält, was der Artikel verspricht“, sagt der leitende Redakteur und Mit-Begutachter Marcus Anhäuser von der Universität Leipzig.

Die Kriterien der Beitragsanalysen orientieren sich an den Wünschen von NutzerInnen nach unabhängigen, zuverlässigen und verständlich formulierten Informationen. Beantwortet werden Fragen wie: Werden positive und negative Effekte angemessen und verständlich erklärt? Nennt ein Beitrag Quellen und Belege? Welche Rolle spielen Interessenkonflikte und die Finanzierung? „Mit dem Medien-Doktor ERNÄHRUNG möchten wir die Verbraucher sensibilisieren, nicht jedem Heilversprechen in den Medien Glauben zu schenken“, sagt Dr. Tobias Höhn, Leiter Kommunikation und Medienforschung von nutriCARD. „Wir suchen nicht gezielt nach schlechter Berichterstattung, sondern freuen uns auch, positive Beispiele auszeichnen zu können“, ergänzt er.

Quelle: Medien-Doktor.de, Pressemeldung vom 24.06.2020



Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 9/2020 auf Seite M512.

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