Nachhaltige Ernährung: Markt für pflanzliche Milchalternativen wächst

Der Konsum von pflanzlichen Milchalternativen nimmt zu. In den USA ist der Umsatz von Kuhmilchprodukten 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mrd. US-Dollar gesunken [1]. Der Markt für Milchalternativen hingegen befindet sich im Aufwind: Eine Marktforschungsstudie geht davon aus, dass der US-Markt für Pflanzendrinks zwischen 2019 und 2026 jährlich um durchschnittlich 9,1 % auf 28,3 Mrd. US-Dollar im Jahr 2026 steigen wird [2].

Trotz des Aufwärtstrends gibt es regulatorische Hürden: In der EU sind bspw. Milchbegriffe geschützt, sodass die pflanzlichen Alternativen als „Soja-Drink“ und ähnlich bezeichnet werden müssen. Außerdem ist die Mehrwertsteuerregulation in vielen EU-Mitgliedstaaten nachteilig für Pflanzendrinks: Während Kuhmilch häufig den ermäßigten Steuersätzen (z. B. 7 %) unterliegt, werden pflanzliche Milchalternativen nicht selten mit dem höheren Regelsatz (z. B. 19 %) besteuert.

Literatur:
1. Dairy Farmers of America (20.03.2019): DFA Reports 2018 Financial Results. URL: www.dfamilk.com/newsroom/press-releases/dfareports-2018-financial-results 
2. Data Bridge Market Research. Global dairy alternative market – industry trends and forecast to 2026. URL: https://databridgemarketresearch.com/reports/global-dairy-alternative-market/ 

Quelle: ProVeg e. V., Pressemeldung vom 15.08.2019



Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 9/2019 auf Seite M509.

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