Mechanismus nachgewiesen: Krebshemmende Substanz in Knoblauch

S-Allylcystein ist eine Substanz aus Knoblauch, der schon länger ein mögliches Potenzial im Kampf gegen Eierstockkrebs nachgesagt wird. Zumindest in Zellkulturen hat sich das jetzt bestätigt.

Dieser Nachweis bedeutet zwar noch nicht viel, aber interessant ist der analysierte Wirkmechanismus: Die Knoblauch-Substanz S-Allylcystein hemmt offenbar das epigenetische Enzym DNMT1 und sorgt so dafür, dass per DNA-Methylierung stumm geschaltete Gene wieder aktivierbar werden. Darunter scheint auch das Krebs unterdrückende Gen CDKN1 zu sein. Da es wieder aktiv wird, bremst sich die Teilungsaktivität der Krebszellen.Die ForscherInnen hoffen nun, zukünftige Krebsmedikamente könnten am gleichen Mechanismus ansetzen.

Literatur:
1. Yasi Xu et al.: S-allylcysteine suppresses ovarian cancer cell proliferation by DNA methylation through DNMT1. J Ovar Res 11. 14.05.2018, doi: 10.1186/s13048-018-0412-1.

Quelle: Epigenetik Newsletter Peter Spork, 3.12.2018



Diesen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 2/2019 auf Seite M69.

Das könnte Sie interessieren
Medienumschau 12/2025 weiter
Intervallfasten ohne Kalorienreduktion verbessert nicht die Stoffwechselgesundheit,... weiter
Gesunde Ernährung für Kinder und Jugendliche weiter
Tagungsbericht: Begleitung von Kindern in Kitas bei Essen, Bewegung und Körperwahrnehmung weiter
Update Ernährungsmedizin 2025 weiter
Neue Ansätze für die Ernährungsberatung – körperorientiert, emotionsbewusst,... weiter