Ernährungsmedizin: Erhöhtes HDL-Cholesterin mit erhöhter Sterblichkeit assoziiert

(stg) Offenbar ist nicht nur zu wenig, sondern auch zu viel HDL-Cholesterin mit kardiovaskulären Ereignissen und Sterblichkeit assoziiert.

Die Daten weisen darauf hin, dass HDL-Cholesterinkonzentrationen < 30 mg/dL sowie > 60 mg/dL gesundheitliche Nachteile mit sich bringen.
Die Daten weisen darauf hin, dass HDL-Cholesterinkonzentrationen < 30 mg/dL sowie > 60 mg/dL gesundheitliche Nachteile mit sich bringen.

Allard-Ratick et al. von der Emory University in Georgia/USA schlossen 5 965 Personen (Altersdurchschnitt: 63,3 Jahre 6 12,4) in ihre Analyse ein [1]. Sie adjustierten die Daten u. a. für Alter, Geschlecht, BMI, Bluthochdruck, Rauchen, Triglyzerid- und LDL-Cholesterinwerte, vorangegangene Herzinfarkte, Diabetes mellitus und andere medikamentöse, kardiovaskuläre und weitere Erkrankungsfaktoren.

Die Ergebnisse, präsentiert beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie 2018 in München, zeigen einen U-förmigen Zusammenhang zwischen HDL-Cholesterinkonzentration und kardiovaskulären Ereignissen, kardiovaskulärer und Gesamt-Sterblichkeit. Bei Konzentrationen < 30 mg/ dL und > 60 mg/dL war das Risiko erhöht im Vergleich zu ProbandInnen mit einem HDLWert zwischen 51 und 60 mg/ dL. Die Mechanismen hinter diesem Zusammenhang sind noch nicht geklärt.

Literatur:
1. Allard-Ratick M et al. (2018) HDL cholesterol – a moving target. Eur Heart J 39(Suppl): 3, Abstract 50



Diesen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 12/2018 auf Seite M663.

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