Heilpflanze des Jahres 2026: Die Gemeine Nachtkerze

© NHV Theophrastus
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Die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) wurde von der Jury des gemeinnützigen Vereins NHV Theophrastus zur Heilpflanze des Jahres 2026 gekürt.

Die Blüten entfalten sich teils so schnell, dass man zuschauen kann. Sie blühen über Nacht und verwelken am nächsten Tag.
Beheimatet ist sie in den nordwestlichen Gebieten Nordamerikas. Die ersten Bewohner*innen dieser Gegenden nutzten sie auf vielfältige Weise als Arznei- aber auch als Nahrungsmittel. Nachweislich im 17. Jahrhundert wurde die Gemeine Nachtkerze in Deutschland kultiviert. Die Blüten sind eine angenehm süße Dekoration von Desserts und Salaten. Die jungen Blätter schmecken gedünstet oder als Blattgemüse in Suppen, die Samen verfeinern Müslis, Salate und Brote.
Die Samen der Nachtkerze enthalten einen hohen Anteil der γ-Linolensäure, von der die Funktion und Regeneration unserer Haut profitieren soll, sodass eine Kombination aus innerlicher und äußerlicher Anwendung sinnvoll erscheint. Des Weiteren können Konzentrationsschwierigkeiten bei Kindern erfolgreich mit Nachtkerzenöl behandelt werden. Aufgrund hormonregulierender Eigenschaften beruhigt Nachtkerzenöl und eignet sich zur Begleitung der Menstruation und Wechseljahre sowie bei Schlafstörungen. Als erforderliche Voraussetzung für die Bildung körpereigener Gewebshormone unterstützt γ-Linolensäure schließlich auch bei der Heilung entzündlicher Prozesse.

© NHV Theophrastus
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Die Europäische Arzneimittelagentur erkennt aufgrund langjähriger Erfahrungen an, dass Nachtkerzenöl bei juckender, trockener Haut innerlich angewendet hilft. Wissenschaftler* innen kommen diesbezüglich zu widersprüchlichen Ergebnissen und die meisten Anwendungen werden allein der Volksmedizin zugeschrieben, da weiterführende Studien fehlen. Beim Einsatz von Nachtkerzenöl ist jedoch ein achtsamer Einsatz geraten: Bekannte Nebenwirkungen bei der Anwendung von Nachtkerzenöl sind gelegentliche Magenverstimmungen und selten allergische Reaktionen.

Quellen



Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 1/2026 auf Seite M5.

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