Neues Forschungsprojekt „Animal-ID“: Verfälschungen von Lebensmitteln tierischen Ursprungs nachweisen

Enthält der Schafskäse auch Kuhmilch? Ist in der Rindersalami auch Schweinefleisch verarbeitet? Diese und andere Fragen zu Verfälschungen von Lebensmitteln tierischen Ursprungs stehen im Zentrum des neuen Forschungsprojektes „Animal-ID“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Ziel ist die Entwicklung neuer Analysemethoden, um tierische Bestandteile in Lebens- und Futtermitteln sicher nachzuweisen. Dazu sollen u. a. empfindliche und effiziente Schnelltests entwickelt werden, die vor Ort, z. B. in Erzeugerbetrieben oder bei der amtlichen Kontrolle, einfach einsetzbar sind. Solche immunologischen Schnelltests sollen für die Fleischsorten Rind, Schwein, Pferd, Schaf, Ziege, Huhn, Pute, Gans, Ente sowie Ren, Elch und Hirsch entwickelt werden. Für den gesundheitlichen Verbraucherschutz ist es grundlegend, dass die Echtheit von Lebens- und Futtermitteln analytisch überprüfbar ist, da Verfälschungen hier auch ein gesundheitliches Risiko darstellen können (wenn z. B., wie bei der Rinderkrankheit BSE, belastete Futtermittel in die Nahrungskette gelangen).

Animal-ID wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Neben dem BfR sind das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut an der Universität Tübingen (NMI) und das Institut für Produktqualität GmbH (ifp) Projektpartner.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Pressemeldung vom 06.06.2016



Den Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 07/16 auf Seite M383.

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