Ernährungsumschau

Vergiftungen erkennen, bewerten und verhindern

  • 01.02.2010
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  • Redaktion

Mit einer Festveranstaltung hat die am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) angesiedelte Kommission „Bewertung von Vergiftungen“ im Dezember 2009 ihr 45-jähriges Jubiläum begangen. Seit der Gründung der Kommission sind in Deutschland wesentliche Grundlagen der klinischen Toxikologie entstanden, die eine verbesserte Prävention und eine zielgerichtete Behandlung von Vergiftungsunfällen ermöglichen.

Die individuelle und maßgerechte Behandlung von Vergiftungsunfällen in Zusammenarbeit mit den Giftinformationszentren, die verbesserte Prävention und der verbesserte Verbraucherschutz - insbesondere durch neue Zusammensetzungen von Produkten, Warnhinweise und Verkaufsverbote - haben die Anzahl der Todesfälle von Kindern nach Vergiftungsunfällen wesentlich reduzieren können.

Die Kommission zur Bewertung von Vergiftungen wurde 1964 nach dem Vorbild der amerikanischen FDA-Kommission „National Clearing House for Poison Control Centers“ im ehemaligen Bundesgesundheitsamt gegründet. Sie gibt Impulse für Gesetzgebungsverfahren. So hat das BfR mit Unterstützung der Kommission eine EU-weite Verkaufsbeschränkung bei paraffinhaltigen, gefärbten und parfümierten Lampenölen angestoßen und damit eine deutliche Abnahme der Vergiftungsunfälle mit diesen Ölen erreicht. Auch die EU-Norm „Kindergesicherter Verschluss“, die Einschränkung von Methanol in Verbraucherzubereitungen sowie Rezepturänderungen und Warnhinweise bei maschinellen Geschirrreinigern gehen auf Initiativen aus der Kommissionsarbeit zurück.

Die Kommission bewertet Informationen zur Erkennung und Behandlung von Vergiftungen und erfasst sie in einem „Giftinformations- und Erfassungssystem GIFAS“. Neben Stoff- und Therapieinformationen wurden über 300 000 Rezepturinformationen bearbeitet. Das wichtigste Ziel der zukünftigen Kommissionsarbeit ist die Einrichtung eines nationalen Monitorings zu Vergiftungen in Zusammenarbeit mit den deutschen Giftinformationszentren und der Gesellschaft für Klinische Toxikologie. Quelle: BfR, 15.12.2009 (01.02.10)

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