Ernährungsumschau

Gesundheit als Standortfaktor: Bundeskabinett verabschiedet Eckpunktepapier

  • 01.06.2007
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  • Redaktion

Zunehmendes Übergewicht kommt die Deutschen teuer zu stehen: Rund 70 Milliarden Euro fließen jährlich in die Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten. Zudem beeinträchtigen Übergewicht und Folgebeschwerden die Betroffenen in ihrer Fitness und Vitalität. Die Bundesregierung will diese Situation bis 2020 nachhaltig verbessern. Das Kabinett verabschiedete daher jetzt ein Eckpunktepapier: "Gesunde Ernährung und mehr Bewegung - Schlüssel für mehr Lebensqualität". Präsentiert wurde es von den Bundesministerien für Gesundheit sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Das neue Projekt soll bestehende Initiativen vernetzen, aber auch mehr Akteure als bislang mit ins Boot holen. Beispielsweise könnten Unternehmen, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften gemeinsam Konzepte für einen "gesunden" Arbeitsplatz erarbeiten. Die Schaffung neuer Strukturen in verschiedenen Lebensbereichen ist ein zentrales Ziel - viele Menschen haben nämlich trotz besseren Wissens gar nicht die Möglichkeit, sich fit zu halten.

Eine verbesserte Außer-Haus-Verpflegung, Lebensmittel, die den Bedürfnissen der Konsumenten entsprechen, einladende Parks und fahrradfreundliche Straßen können zu einem gesünderen Lebenswandel beitragen. Politik, Medien, Wirtschaft und Gesundheitswesen sind aufgefordert, den Wert "gesund leben" in der Gesellschaft als solchen zu etablieren. Von Kindergärten über Ausbildungs- und Arbeitsplätze bis hin zu Senioreneinrichtungen ist eine lebenslange Wissensvermittlung rund um Gesundheitsfragen geplant. Ausgewogene Ernährung, aber auch ausreichend Bewegung sollen den Bürgern als zentrale Beiträge zu ihrer Gesundheit nahe gebracht werden.

"Einen gesunden Lebensstil ohne ausreichende Bewegung gibt es nicht", betonte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Die momentane Lage bedarf einer dringenden Verbesserung: Während etwa 30 Prozent aller Erwachsenen körperlich kaum aktiv sind, toben sich auch Kinder heute viel weniger aus als früher. (01.06.07)

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