Ernährungsumschau

Demenz: Halten gute Cholesterinwerte auch den Geist fit?

  • 01.09.2008
  • News
  • Redaktion

Menschen mittleren Alters mit einem hohen Spiegel des guten HDL-Cholesterins im Blut haben vermutlich ein besseres Erinnerungsvermögen. So lautet das Fazit einer europäischen Studie mit knapp 3.700 Teilnehmern. Die Probanden nahmen im Alter von durchschnittlich 55 Jahren und fünf Jahre später an medizinischen Untersuchungen teil.

Die Wissenschaftler bestimmten verschiedene Blutfettwerte und schätzten mit einem Worttest das verbale Kurzzeitgedächtnis ein. Im Vergleich zu einem hohen HDL-Cholesterinspiegel (über 60 mg/dl) war das Erinnerungsvermögen bei einer geringeren Konzentration (unter 40 mg/dl) beeinträchtigt. Personen, bei denen dieser Cholesterinspiegel im Laufe der fünf Jahre gesunken war, hatten ebenfalls ein schlechteres Gedächtnis. Die Forscher folgern, dass auf diese Weise das Risiko für Demenz in späteren Jahren ansteigt.

Der Begriff Demenz umfasst eine Reihe von Erkrankungen, die zu einem anhaltenden Abbau der geistigen Leistungsfähigkeiten führen. Wie das gute HDL-Cholesterin dem geistigen Verfall im Alter entgegen wirkt, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Forscher vermuten, dass das Lipoprotein auf vielfältige Weise eine entscheidende Rolle für die Funktion des menschlichen Gehirns spielt. Quelle: Arteriosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology, Bd. 28, Nr. 8, S. 1556-1562, 2008 (01.09.08)

Das könnte Sie interessieren
Geflügel im Stall. © tawatchaiprakobkit / iStock / Thinkstock
Thünen-Institut veröffentlicht Steckbriefe zur Haltung von Nutztieren weiter
Gerstenfeld. © GYRO PHOTOGRAPHY/amanaimagesRF / Thinkstock
Gesundheitliches Potenzial von β-Glucan aus Gerste und Hafer weiter
Zwei Weintrinker. © Jupiterimages / Goodshoot / Thinkstock
Deutsches Krebsforschungszentrum veröffentlicht ersten Alkoholatlas weiter
Fast 80 Prozent der Teilnehmer gaben an, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. © baloon111 / iStock / Thinkstock
Veganer haben breites Ernährungswissen – Risikokommunikation dennoch erforderlich weiter
Die individuelle Ernährung kann ein entscheidender Faktor für das Depressionsrisiko sein. © Marjan_Apostolovic / iStock / Thinkstock
Neuer Risikoindex für Depressionen entwickelt weiter
Sportsachen und Lebensmittel. © ProPHN
Beeinflussen wir die Ernährung oder die Ernährung uns? weiter