Ernährungsumschau

Essen nach Stimmungslage

  • 01.12.2010
  • News
  • Redaktion

Moodfood – zu deutsch „Stimmungsessen“ – bezeichnet Lebensmittel, die unsere Stimmung beeinflussen. Wir können sie gezielt einsetzen, um die Laune zu verbessern. So sollen scharfe Gewürze wie Pfeffer und Chili fröhlich machen und erotisierend wirken.

Verantwortlich dafür ist das in den Gewürzen enthaltene Capsaicin. Dieses löst auf der Zunge kleine Schmerzreize aus. Dadurch werden körpereigene Glückshormone - die Endorphine - ausgeschüttet. Zu viel des Guten kann allerdings auf Dauer die Magen- und Darmschleimhaut reizen.

Der beliebteste Seelentröster ist Schokolade. Ein Grund dafür ist der Kakaoanteil von Schokolade, der die anregenden Substanzen Koffein und Theobromin enthält. Je dunkler die Schokolade, desto höher ist der Kakaoanteil und damit die anregende Wirkung. Außerdem wird der Zucker aus Schokolade schnell vom Körper aufgenommen und lässt den Blutzuckerspiegel steigen. Dadurch wird der Eiweißbaustein Tryptophan (eine Aminosäure) über mehrere Zwischenschritte vermehrt ins Gehirn aufgenommen. Dort wird aus Tryptophan das „Glückshormon“ Serotonin gebildet, das im Gehirn für kurze Zeit gute Laune verbreitet.

Ein weites Beispiel ist die Wirkung von Saurem, das ein anregendes Sinneserlebnis bewirkt. Vertreter von mittelsauren Obstarten sind Johannisbeeren und Sauerkirschen. Erfrischend wirken auch saure Milchprodukte wie Buttermilch und Joghurt. Extrem Saures wirkt allerdings so stark auf die Geschmacksnerven der Zunge, dass es fast schon weh tut. Als Schmerzreaktion wird das Gesicht verzogen, wenn in eine Zitrone gebissen wird.

Wenn der Körper müde wird, produziert er den schlaffördernden Botenstoff Adenosin. Dieser bewirkt, dass die Informationen im Körper langsamer weitergegeben werden. Koffein hebt diese Wirkung innerhalb von 20 Minuten auf, indem es das zentrale Nervensystem anregt. Dadurch werden die Blutgefäße erweitert, die Verdauung angeregt und die Muskelaktivität gesteigert. Dieser Effekt hält je nach Gewöhnung bis zu fünf Stunden an. Quelle: Infodienst Landwirtschaft Ernährung Ländlicher Raum (01.12.10)

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