Ernährungsumschau

Insulinpumpen verbessern Lebensqualität jugendlicher Typ-1-Diabetiker

  • 02.04.2008
  • News
  • Redaktion

Insulinpumpen können jugendlichen Diabetikern in einer wichtigen Lebensphase helfen und die Ergebnisse der Diabetes-Therapie verbessern. Dies ist das Ergebnis einer Studie von 38 Typ-1-Diabetikern im Alter von 13–21 Jahren. Sie vergleicht die Insulinpumpentherapie mit intensivierter konventioneller Therapie bei Jugendlichen.

Die Pubertät kann für alle Jugendlichen eine schwierige Phase sein. Die Diabetesregeln widersprechen dem Autonomiestreben der Jugendlichen. Außerdem findet der Freundeskreis den Diabetes meistens „uncool“.

In diese schwierige Zeit fällt bei Typ-1-Diabetikern ein Therapiewechsel: Während ihrer Kindheit hatten sie feste Vorgaben, was sie essen und wie viel Insulin sie spritzen müssen. Jugendliche Diabetiker erhalten mehr Freiheiten und mehr Verantwortung. In der intensivierten Insulintherapie lernen sie, vor den Mahlzeiten gerade so viel Insulin zu spritzen, wie sie benötigen. Dafür sind auch regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich. Haben sie eine Insulinpumpe, fällt das Spritzen weg. Die Pumpe gibt das Insulin über einen kleinen Katheter in das Unterhautfettgewebe ab.

Die vorliegende Studie von Privatdozentin Dr. Cornelia von HAGEN, Dr. von Haunersches Kinderspital, und ihren Mitautoren bescheinigt den Pumpenträgern eine höhere allgemeine Lebenszufriedenheit und eine geringere psychische Belastung durch die Insulintherapie. Sie fühlen sich beispielsweise beim Essen flexibler und sind zufriedener mit der Diabetes-Therapie.

Auch der Wissensstand ist bei den Pumpenträgern höher, doch das könnte, vermuten die Autoren, an der besseren Schulung liegen, die Pumpenträger erhalten. Außerdem ist der HbA1c-Wert – der Gradmesser der langfristigen Blutzuckereinstellung – bei den Pumpenträgern tendenziell besser. Quelle: C. von Hagen, et. al (2007): Lebensqualität und metabolische Kontrolle bei Patienten mit Typ-1-Diabetes im Jugendalter: Vergleich zwischen Insulinpumpe und intensivierter konventioneller Therapie. Diabetologie 2: 238–247. (02.04.08)

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