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Essstörungen auch bei Generation „50 plus“ in den USA

  • 02.11.2012
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Immer mehr Frauen der Generation „50 plus" leiden an Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating. Das zeigt eine aktuelle US-amerikanische Studie. Wissenschaftler der Universität in North Carolina haben über 1800 Frauen der Zielgruppe „50 plus" über ihre Einstellung zu Körpergewicht, Diätverhalten und Altern befragt.

Dabei zeigte sich, dass das Körpergewicht für acht von zehn der Testpersonen eine wichtige Rolle spielt. Rund 70 % der Frauen versuchen kontinuierlich abzunehmen. Davon unterzieht sich ungefähr jede Vierte regelmäßig einer Diät. 40 % der Frauen kontrollieren mehrmals pro Woche ihr Körpergewicht und betrachten ihren Körper täglich kritisch im Spiegel. Um nicht zuzunehmen oder um Gewicht zu reduzieren, greifen knapp 8 % der über 50-Jährigen in der US-Studienpopulation zu Diätpillen, rund 2 % nehmen regelmäßig Abführmittel ein. 7 % der Befragten treiben übermäßig viel Sport, um schlank zu bleiben. Weiterhin wurde deutlich, dass knapp 4 % der Frauen an Essattacken leiden, 1 % gibt an, sich nach Essanfällen bewusst zu übergeben und ca. 8 % erbrechen generell absichtlich, um ihr Gewicht zu kontrollieren.

In vielen Fällen hat sich das abnorme Essverhalten bereits in der Jugend manifestiert und zieht sich (oft unbemerkt) in spätere Lebensphasen hinein. Doch z. T. entstehen Essstörungen auch erst in den Wechseljahren – die gesundheitlichen Risiken sind bei älteren Frauen besonders groß. Literatur: Gagne DA, von Holle A, Brownley KA et al. (2012) Eating disorder symptoms and weight and shape concerns in a large web-based convenience sample of women ages 50 and above: Results of the gender and body image (GABI) study. Int J Eat Disord [first published online 21 June 2012; doi 10.1002/eat.22030]. Quelle: forum. ernährung heute, Zugriff 10.09.2012 (02.11.12)

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