Ernährungsumschau

Lebensmittelmonitoring 2003

  • 03.02.2003
  • News
  • Redaktion

Seit letzter Woche gilt der Lebensmittelmonitoringplan 2003. Er sieht die Untersuchung von 4830 Lebensmittelproben vor und umfasst die folgenden Untersuchungsgebiete.

  • In der Gruppe der Lebensmittel pflanzlicher Herkunft werden Weizenkörner, Reis, Speisekleie aus Weizen, Weißkohl, Blumenkohl, Gemüsepaprika, Gurke, Aubergine und Erbsen (tiefgefroren) auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Schwermetallen untersucht; mit Ausnahme von Reis, Weizenkörner und Speisekleie aus Weizen auch auf Nitrat. Zusätzlich werden Weizenkörner und Speisekleie auf Nitrofen, frische Küchenkräuter (Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Petersilie und Schnittlauch) auf Schwermetalle und Nitrat getestet.
  • Bei Lebensmitteln tierischer Herkunft werden Fleischteilstücke von Ente, Gans und Hauskaninchen auf Pflanzenschutzmittel (persistente Organochlorverbindungen), Bromocyclen, Moschusverbindungen und Schwermetalle untersucht, bei Ente und Gans auch auf Nitrofen.
  • Erstmalig werden in diesem Jahr länderspezifische Untersuchungsprojekte durchgeführt. Dabei werden schwerpunktmäßig Lebensmittel untersucht, die von einem besonderen Interesse für das jeweilige Bundesland sind. So werden z. B. Heringe auf Dioxine/Furane, Moschungsverbindungen, Schwermetalle und zinnorganische Verbindungen sowie Binnenfische auf zinnorganische Verbindungen getestet.
  • Einen weiteren Schwerpunkt bilden Lebensmittel, die mit bestimmten Schimmelpilzgiften (Mykotoxine) belastet sein können, z. B. Fumonisine in Maismehl, -grieß und Cornflakes und Ochratoxin A in Rosinen, Korinthen und Sultaninen.
  • Weiterhin soll ein Nachweis über Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Trauben, Olivenöl, Weizen- und Maiskeimöl geführt werden. Gezielt wird die Rückstandssituation von Chlormequat und Mepiquat in Weizenmehl, Maismehl, Haferflocken, Tomaten, Gemüsepaprika, Mohrrüben, Kulturpilzen und Birnen untersucht werden.

Das Lebensmittelmonitoring ist ein vorbeugendes Untersuchungssystem, das seit 1995 bundesweit und ergänzend zur amtlichen Lebensmittelüberwachung angewandt wird. Mit den ermittelten Daten sollen Gesundheitsgefährdungen durch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln (Nitrat), Umweltschadstoffen (z. B. Schwermetalle, PCB) oder Mykotoxinen (Schimmelpilzgifte) frühzeitig erkannt und Belastungstrends repräsentativ für die gesamte Bundesrepublik ermittelt werden. Die Ergebnisse des Lebensmittel-Monitoring werden vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) jährlich in einem Monitoring-Bericht zusammengefasst und veröffentlicht. Dieser kann unter www.bvl.bund.de abgerufen werden. 03.02.03

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