Ernährungsumschau

Wie Schüler mehr Obst und Gemüse essen

  • 03.06.2009
  • News
  • Redaktion

Eine neue Studie soll Schülerinnen und Schüler dazu bringen, mehr Obst und Gemüse zu essen: Am 1. Mai 2009 hat das EU-geförderte Projekt "Pro Greens - Förderung des Obst- und Gemüseverzehrs bei Schulkindern" in Hessen begonnen. Die Studie wird in zehn europäischen Ländern durchgeführt - in Deutschland vom Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael KRAWINKEL. Ziel von "Pro Greens" ist, einen gesunden Lebensstil in den Schulalltag zu integrieren und zu einer Schulverpflegung mit mehr Obst und Gemüse beizutragen.

Die Ernährungswissenschaftler erheben die Daten für die europäische Studie an rund 15 allgemeinbildenden Schulen im Raum Gießen, Wetzlar, Herborn und Marburg. Sie befragen dabei 1.000 Schülerinnen und Schüler nach ihrem Obst- und Gemüseverzehr; außerdem wird festgehalten, wie die Schüler ihre Freizeit gestalten, z. B. wie viel sie sich bewegen. Auf der Grundlage dieser Daten soll ein Konzept erarbeitet werden, mit dessen Hilfe die bestehenden Defizite ausgeglichen werden sollen. An der Hälfte der Schulen erfolgt eine Intervention auf Grundlage diese Konzeptes, um den Obst- und Gemüseverzehr der Schüler zu fördern. Im Mai 2010 prüfen die Wissenschaftler dann durch eine zweite Befragung, ob sich der Obst- und Gemüseverzehr durch die Intervention verändert hat.

Der Verzehr von Obst und Gemüse liegt bei Kindern der Altersgruppe von 6–11 Jahren nach neueren Studien deutlich unter den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Zahlen übergewichtiger bzw. adipöser Kinder gewinnt „Pro Greens" an Relevanz – auch zur Prävention chronischer Erkrankungen wie Zuckerkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall. Neben den Schülerinnen und Schülern spricht das Projekt auch Eltern und Lehrer sowie die Öffentlichkeit an. Quelle: DGEM (03.06.09)

Das könnte Sie interessieren
Frau schaut auf Straße. © JANIFEST / iStock / ThinkstockPhotos
Unausgewogene Ernährung und Lärm entscheidende Faktoren weiter
Ketogene Speisen mit viel Fett. © FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management
Ketogene Diät bei seltenen neurologischen Erkrankungen wirksam weiter
© Purestock / Thinkstock
Zöliakie-Risiko steigt durch Magen-Darm-Infektionen weiter
Donuts in Ketten. © OcusFocus / iStock / Thinkstock
Esssucht? Lebensmittelsucht? Oder keines von beiden? weiter
Salmonellen auf Nährboden. © Manjurul / iStock / Thinkstock
Darmschleimhaut weist Schutzwirkung gegen Salmonellen auf weiter
Adipöser Mensch. © Staras / iStock / Thinkstock
Verbesserung durch das interdisziplinäre Therapieprogramm "DOC WEIGHT"? weiter