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Neuer Forschungskomplex für die Qualität und Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln eröffnet

  • 04.09.2013
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Am Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam Bornim (ATB) wurde Ende August eine neue Forschungsanlage für den Forschungsbereich Qualität und Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln eröffnet – ein für Produzenten und Verbraucher gleichermaßen relevantes Thema. Die mit modernster Messtechnik und Analytik ausgestatteten Labore und Technika ermöglichen es dem ATB, ganze Prozessketten von frischen bzw. wenig verarbeiteten pflanzlichen und tierischen Produkten intensiv zu untersuchen und die Prozesse effizient, produktschonend, ergonomisch und wirtschaftlich zu gestalten.

 Mit seiner Forschung bearbeitet das ATB aktuelle, gesellschaftlich relevante Fragestellungen und beschreitet dabei erfolgreich neue Wege. Beispiele sind die Anwendung von Kaltplasma zur Hygienisierung empfindlicher Lebensmittel wie Salat, Fleisch oder Gewürze und die Entwicklung optischer Methoden zur Qualitätserkennung von Fleisch, die u. a. bei der Dönerfleischproduktion zum Einsatz kommen, oder die Entwicklung energieeffizienter Trocknungsverfahren für Getreide und Sonderkulturen, wo Energieeinsparungen bis zu 30 % realisierbar sind.

„Die jetzt am ATB zur Verfügung stehende Ausstattung macht es uns in einzigartiger Weise möglich, ganze Prozessketten zu untersuchen. Letztlich geht es darum, die Produktion möglichst ressourceneffizient und produktschonend zu gestalten, Verluste zu vermeiden und die Produkte sicherer zu machen“, so ATB-Direktor Prof. Dr. Reiner BRUNSCH. „Dementsprechend umfasst unsere Forschung das gesamte Spektrum zwischen Primärproduktion und Konsum von Lebens- und Futtermitteln – von den Grundlagen bis zur industriellen Umsetzung.“

Die Forschung des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) zielt auf die ressourceneffiziente und CO2-neutrale Nutzung biologischer Systeme zur Erzeugung von Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie in Anpassung an Anforderungen von Klimaschutz und Klimawandel. Zu diesem Zweck entwickelt das ATB verfahrenstechnische Grundlagen für eine nachhaltige Landbewirtschaftung und stellt innovative technische Lösungen für Landwirtschaft und Industrie bereit. Eine der zentralen Aufgaben ist es, die Auswirkungen der eingesetzten Verfahren über die gesamte Wertschöpfungskette zu analysieren - vom Feld bis zum Verbraucher.

Die Gesamtkosten für den Ausbau und die Umgestaltung des neuen Laborkomplexes beliefen sich auf insgesamt 3 Mio. €. Die Maßnahmen wurden zu 75 % aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Land und Bund waren mit je 12,5 % der Fördersumme beteiligt. Weitere Informationen: www.atb-potsdam.de/forschungsprogramme/qualitaet-und-sicherheit-von-lebens-und-futtermitteln.html. Quelle: Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e. V., Pressemeldung vom 27.08.2013 (04.09.13)

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