Ernährungsumschau

Rucola kann sehr viel Nitrat enthalten

  • 07.02.2005
  • News
  • Redaktion

Nach neuen Ergebnissen der Überwachungsbehörden der Bundesländer zählt Rucola, ähnlich wie Spinat oder Blattsalate, zu denjenigen Gemüsesorten, in denen regelmäßig hohe Nitratgehalte nachweisbar sind. So wurden bei rund der Hälfte von knapp 350 Rucola-Proben Nitratgehalte von über 5000 mg/kg gemessen.

Abhängig von individuellen Verzehrsgewohnheiten können damit unter Umständen erhebliche Mengen an Nitrat aufgenommen und die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) abgeleitete duldbare tägliche Aufnahmemenge deutlich überschritten werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät deshalb zum maßvollen Verzehr von Rucola und anderem nitratreichen Gemüse.

Die von der WHO abgeleitete duldbare tägliche Aufnahmemenge (Acceptable Daily Intake, ADI) für Nitrat liegt bei 3,7 mg je kg Körpergewicht. Aus einer gelegentlichen Überschreitung des ADI resultiert laut BfR kein nennenswertes gesundheitliches Risiko. Bis zur vollständigen wissenschaftlichen Klärung der gesundheitlichen Relevanz einer erhöhten Nitrataufnahme sollten Verbraucher aus Vorsorgegründen jedoch darauf achten, dass sie mit ihren Mahlzeiten nicht übermäßig viele Lebensmittel konsumieren, von denen bekannt ist, dass sie sehr große Mengen Nitrat enthalten können. (07.02.05)

Das könnte Sie interessieren
Bei Reis und Reisprodukten kann eine Arsenbelastung nicht gänzlich vermieden werden. © HandmadePictures / iStock / Thinkstock
Verbraucherschützer kritisieren Baby-Produkte weiter
Ältere Menschen sollten besonders auf eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung achten. © oneinchpunch / iStock / Thinkstock
Ältere Menschen sind anfällig für Vitaminmangel weiter
Beliebte Weihnachtsleckerei: Schokoladenfiguren. © id-art / iStock / Thinkstock
Proben von Schoko-Weihnachtsmännern unauffällig weiter
Salatbar in einer Kantine. © Kondor83 / iStock / Thinkstock
Internetseiten für die Gemeinschaftsverpflegung überarbeitet weiter
Frau lehnt Essen ab. © KatarzynaBialasiewicz / iStock / Thinkstock
Herzschwäche-Patienten haben bei Appetitlosigkeit schlechtere Prognose weiter
Masthähnchen auf Brett. © Monkey Business Images / Monkey Business / Thinkstock
Campylobacter lösen Salmonellen als häufigste bakterielle Erreger ab weiter