Ernährungsumschau

Gute Fette, böse Fette – Fettleber, die neue Volkskrankheit

  • 08.12.2010
  • News
  • Redaktion

Fett kann zu Lebererkrankungen führen ebenso wie Alkohol oder Viren. Zuviel Fett in der Leber ist ein relativ junges Krankheitsbild, das erst seit etwa 20 Jahren bekannt ist. Inzwischen ist es ein Massenphänomen. Mehr als jeder fünfte Deutsche ist betroffen – auch Kinder. Die Ursachen sind oft eine falsche Ernährung und zu wenig Bewegung.

Mehr als jeder fünfte Deutsche hat eine Fettleber, schon Kinder sind betroffen. Wenn aus der Leberverfettung eine Leberentzündung wird, gehen Zellen zugrunde und setzen Enzyme frei – die Leberwerte im Blut steigen an. Oft kommen die Ärzte erst bei einer Routineuntersuchung der drohenden Gefahr auf die Spur.

Im Sonderforschungsbereich Leberentzündung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) suchen Wissenschaftler nach den Faktoren, die Fette zu gefährlichen Krankheitserregern machen. Ihre Erkenntnisse könnten auch im medizinischen Kampf gegen die Virushepatitis und Leberkrebs helfen. Warum entwickeln sich bei den einen Entzündungen, bei den anderen nicht?. “Wenn wir das herausfinden, können wir den Entzündungen gezielt entgegensteuern", erklärt der Biochemiker Dr. Jörg HEEREN, der am UKE erforscht was Lipide in Leberzellen bewirken.

Mit Hilfe der Lipidforschungen versucht man den Prozessen auf die Spur zu kommen, die in den Leberzellen der Entzündung entgegenwirken. Dies ließe sich auch auf andere Lebererkrankungen übertragen, meint Prof. Dr. Ansgar LOHSE, Sprecher des Sonderforschungsbereichs. Möglicherweise ließen sich auf die Weise dann auch Leberinfektionen oder Leberkrebs beeinflussen. Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (08.12.10)

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