Lesetipp Heft 12/2025: Gewichtsstigmatisierung und Umsetzung gewichtsinklusiver Ernährungsberatung
- 09.01.2026
- News
- Redaktion
Das traditionelle Gesundheitsparadigma der klinischen Medizin und öffentlichen Gesundheit basiert auf der Überzeugung, dass Körpergewicht als zentralen Indikator für die Gesundheit zu betrachten. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass der Zusammenhang zwischen Gewicht und Gesundheit komplexer ist und dass Gewichtsreduktion durch klassische Lebensstilinterventionen langfristig oft weder nachhaltig noch gesundheitlich wirksam ist. Zudem ist der Body-Mass-Index (BMI) kein verlässlicher Maßstab für den individuellen Gesundheitszustand, da auch Menschen mit höherem Gewicht bei günstigen Lebens- und Sozialbedingungen gesund sein können.
Gewichtszentrierte Ansätze können unbeabsichtigt zur Gewichtsstigmatisierung beitragen, auch im Gesundheitswesen und in der Ernährungsberatung. Sprache und Beratungspraktiken von Ernährungsfachkräften können diese Stigmatisierung verstärken. Als Gegenansatz werden gewichtsinklusive Beratungsmodelle vorgestellt, die den Fokus auf gesundheitsfördernde Verhaltensweisen und ganzheitliches Wohlbefinden legen – unabhängig vom Körpergewicht.
Ziel des aktuellen Fortbildungsbeitrags von Merve Cambaz Kaya und Ulrike A. Gisch ist es, Ernährungsfachkräfte für Gewichtsstigmatisierung zu sensibilisieren und sie bei der Umsetzung wertschätzender, klient*innenzentrierter und stigmatisierungsfreier Beratungsstrategien zu unterstützen.
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