Ernährungsumschau

Neue Proteinquelle für die Humanernährung

  • 09.02.2006
  • News
  • Redaktion

Mit Lupinenmehl hergestellte Produkte sind als dietätische Lebensmittel zur Vorbeugung von arteriosklerotischen Erkrankungen interessant und lösen weniger Allergien als Sojabohnen und Erdnüsse aus. Zu diesem Ergebniss kamen Experten des 6. Heidelberger Lupinentagung der Gesellschaft zur Förderung der Lupine, die im Januar an der Universität Heidelberg stattfand.

Europäische Lupinen, wie die blaue (Lupinus angustifolius) und die weiße Lupine (Lupinus albus), gehören zu den wenigen einheimischen Hülsenfrüchten mit großen und proteinreichen Samen. Die Wildformen enthalten Alkaloide, die bitter schmecken und neurotoxisch wirken. Pflanzenzüchtern ist es inzwischen jedoch gelungen, weitgehend bitterstoffarme Sorten herzustellen.

Die Lupinensamen sind sowohl für die Human- als auch für die Tierernährung interessant. Sie enthalten etwa 40 Prozent Protein, das ernährungsphysiologisch vorteilhafte Merkmale aufweist. So zeigen Humanstudien, dass Lupinenprotein in der Lage ist, den Cholesterinspiegel im Blut merklich zu senken. Das macht mit Lupinenmehl hergestellte Produkte auch als dietätische Lebensmittel zur Vorbeugung von arteriosklerotischen Erkrankungen interessant. Verglichen mit anderen Samen wie Sojabohnen oder Erdnüssen lösen Lupinenprodukte zudem deutlich weniger Allergien aus. In sehr seltenen Fällen können Menschen mit einer Allergie gegen Erdnuss auch auf Lupinen reagieren (Kreuzreaktion); deshalb sollten Lebensmittel, die Lupinenprodukte enthalten, entsprechend gekennzeichnet werden.

Lupinensamen enthalten darüber hinaus je nach Sorte bis zu 15 Prozent Lipide, die sich durch einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren auszeichnen sowie Ballaststoffe, Phytoöstrogene, Phytosterole, Antioxidanzien und Vitamine. (09.02.06)

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